​​Eintracht Frankfurt musste sich zum Auftakt der diesjährigen Gruppenphase der Europa League am Donnerstagabend vor heimischem Publikum ​dem FC Arsenal ​mit 0:3 geschlagen geben. Das Team von Trainer Adi Hütter hatte zwar alles in die Waagschale geworfen, musste in einigen Situation aber Lehrgeld zahlen.


90min zeigt euch die Tops und Flops der Partie:


Top: Unermüdlicher Kostic

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Insbesondere in der ersten Halbzeit war Filip Kostic in der Offensive der Eintracht ein unermüdlicher Aktivposten. Der Außenbahnspieler stieß auf der linken Offensivseite der Frankfurter immer wieder in gefährliche Räume durch und stellte seinen Gegenspieler Calum Chambers immer wieder vor Probleme.


Lediglich im Abschluss ließ der 26-Jährige viel Luft nach oben und hätte sich bereits im ersten Spielabschnitt für seinen äußerst couragierten Auftritt belohnen müssen. Durch den starken Auftritt des serbischen Nationalspielers war das Spiel der Adler phasenweise arg linkslastig, auch da​ Danny da Costa auf der rechten Seite zwar ebenfalls bemüht war, aber nicht ganz die Durchschlagskraft seines Teamkollegen auf den Platz bringen konnte.


Flop: Kapitän Abraham wackelt

David Abraham

David Abraham, eigentlich die Verlässlichkeit in Person, erwischte gegen die Gunners einen gebrauchten Abend und leistete sich ungewohnt viele Abstimmungsfehler mit seinen Nebenleuten. Vor dem 0:1 durch Saka verlor der Argentinier einen wichtigen Zweikampf und auch vor dem 0:3 durch Pierre-Emerick Aubameyang machte der Argentinier keine gute Figur.


Top: Eintracht glaubt (lange) an sich

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Zugute halten muss man der Eintracht, dass die Hessen beim Spiel gegen die ruhmreichen Gunners keineswegs wie der Hase vor der Schlange agierten, sondern vielmehr vor heimischem Publikum alles versuchten, um ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.


Auch nach dem Führungstreffer der Mannschaft von Unai Emery glaubten die Frankfurter daran, das Spiel noch zu ihren Gunsten drehen zu können. Erst nach dem vorentscheidenden 0:2 in der Schlussphase war dann endgültig die Luft raus.


Flop: Sow mit haarsträubenden Fehlern

Bukayo Saka,Djibril Sow

Als Djibril Sow in diesem Sommer von den BSC Young Boys nach Frankfurt wechselte, wurde der Sechser als Königstransfer der Hessen bezeichnet. Umso bitterer war daher, dass der Neuzugang noch in der Vorbereitung einen Sehnenanriss verkraften musste und sich erst in den letzten Wochen zurückkämpfen konnte.


Gegen Arsenal schenkte ihm Coach Adi Hütter dennoch das Vertrauen. Sow konnte aber leider nicht zurückzahlen, sondern wirkte vielmehr über weite Strecken der Partie extrem fahrig. Dabei konnte der 22-Jährige von Glück reden, dass seine zahlreichen, teilweise katastrophalen, Fehlpässe von der Gunners-Offensive nicht knallhart bestraft wurden, 


In dieser Form ist der Schweizer mehr Risiko denn erhoffte Verstärkung. Nebenmann Dominik Kohr, der ebenfalls weit unter seinen Möglichkeiten blieb, konnte das schwache Spiel des Youngster nicht kompensieren.


Top: Fans wieder einmal überragend

Eintracht Frankfurt v Arsenal FC: Group F - UEFA Europa League

Die Fans der Eintracht wurden in der vergangenen Saison von ihrer Mannschaft international extrem verwöhnt und trugen dabei mit ihren lautstarken Unterstützung ihren Anteil zum Siegeszug durch Europa bei. Auch gegen Arsenal lieferten die Adler-Anhänger einen gewohnt stimmungsreichen Abend und unterstützen ihre Mannschaft bis zum Abpfiff und darüber hinaus.


Flop: Offensive muss sich noch finden

Bas Dost

Neben den Mängeln in der Rückwärtsbewegung nach Ballverlust musste man von Seiten der Eintracht nach der 0:3-Schlappe konstatieren, dass die neuformierte Offensive noch nicht richtig ins Rollen kommen will. Nach dem Abgang der Büffelherde müssen sich erst noch neue Automatismen finden.


So sind die Offensivaktionen der Stürmer bislang noch oft Stückwerk und resultieren nicht aus einem gekonnten Zusammenspiel der zweifelsohne begabten Einzelspieler. Da die Spieler erst wenige Wochen gemeinsam auf dem Rasen stehen, wäre alles andere aber auch eine Überraschung. Allzu viel Zeit, um sich an den neuen Klub zu gewöhnen, sollten sich Bas Dost und ​Andre Silva aber nicht nehmen.​


Von dem Chancenwucher der Eintracht, die gegen Arsenal satte 24 Torschüsse herausarbeitete, waren nicht nur die Stürmer betroffen. Zwar ließen auch die Gunner einige gute Möglichkeiten liegen, schlussendlich waren die Gäste aber einfach abgezockter.