​Nach der Niederlage von ​Eintracht Frankfurt gegen den FC Arsenal wollten es am späten Abend ​Borussia Mönchengladbach und der ​VfL Wolfsburg besser machen. Gelingen wollte das nur einem VfL: Die Wölfe gewannen bei ihrer Europapokal-Rückkehr gegen FK Oleksandria souverän mit 2:0. Die Fohlen dagegen mussten eine blamable Heimspielniederlage einstecken.


Gladbach 0 - Wolfsberger AC 4


Borussia Mönchengladbach ging als Favorit in das Auftaktspiel der Europa League gegen den österreichischen Vertreter Wolfsberger AC. Dieser Rolle wollte das Team von Trainer Marco Rose auch gerecht werden. Das Vorhaben scheiterte in der ersten Halbzeit krachend!

Die Fohlen brachten offensiv nur wenig zustande und zeigten sich in der Defensive komplett desillusioniert . Mit 0:3 schickten die Wolfsberger Gladbach in die Pause. Weissmann in der 13. Minute, Leitgeb in der 31. Minute und Ritzmaier vier Minuten vor der Pause, sorgten für die auch in dieser Höhe verdiente Führung der Gäste zur Halbzeit.

​​Nach der Pause ging das Debakel weiter. Zwar wurden die Gladbacherzu Beginn etwas besser. In der 68. Minute folgte aber die kalte Dusche: Leitgeb erhöhte für Wolfsberg  nach einem Eckball auf 4:0. 


Viele Zuschauer im Borussia Park traten daraufhin die Heimreise an. Die Mannschaft auf dem Platz war in der Folge nicht mehr in der Lage, zumindest für Ergebniskosmetik zu sorgen. Ein krasser Rückschlag für die Gladbacher - am Sonntag gegen Düsseldorf (15.30 Uhr) wird sich zeigen, wie das Team diese Pleite verkraftet hat. Enttäuschend war vor allem die spielerische Leistung: Die Borussia fand gegen die Österreicher überhaupt keine Mittel im Spiel nach vorne. Defensiv präsentierte man sich dazu erschreckend nachlässig.


Im Parallelspiel der Gruppe besiegte die Roma zuhause Istanbul Basaksehir deutlich mit 4:0.


VfL Wolfsburg 3 - FK Oleksandria 1


Der VfL Wolfsburg löste seine Aufgabe gegen den ukrainischen Vertreter FK Oleksandria souverän. Maximilian Arnold brachte die Wölfe nach 20 Minuten per Distanzschuss in Front. Gäste-Keeper Pankiv machte bei dem Fernschuss aus rund 28 Metern keine glückliche Figur. Vorausgegangen war der Führung eine tolle Aktion von Marcel Tisserand an der Mittellinie. Der Verteidiger vernaschte seinen Gegenspieler, Weghorst legte dann gekonnt ab auf Arnold.

Nur vier Minuten später sorgte Admir Mehmedi für die beruhigende Pausenführung. Brekalo legte per Hacke auf, der Schweizer schlenzte den Ball ins linke Eck.

Knapp vier Jahre nach dem letzten Europapokal-Auftritt blieb der VfL auch in Durchgang zwei die bessere Mannschaft. Aus dem Nichts dann aber der Anschluss für die Ukrainer: Banada verwertete in der 66. Minute eine Freistoßflanke und tunnelte dabei Pervan im VfL-Tor. Plötzlich stand es nur noch 2:1.


Doch die Wölfe schlugen postwendend zurück: Nur eine Minute später stellte Brekalo den alten Abstand wieder her. Der Kroate wurde mustergültig von Mehmedi bedient und musste nur noch einschieben. Am Ende blieb es dabei, auch wenn das Ergebnis sogar noch höher hätte ausfallen können. Bei einem Abwehrversuch traf Sitalo den Ball so, dass er an die eigene Latte fiel. Aber auch so fuhren die Wölfe die ersten drei Zähler in der Gruppe ein. Im Parallelspiel gewann Genk gegen Saint-Etienne mit 3:2.


Für den VfL geht es in der Bundesliga erst am Montag weiter (20.30 Uhr). Dann empfängt man in Wolfsburg die TSG aus Hoffenheim. Mit einem weiteren Sieg hätten die Wölfe dann elf Zähler auf dem Konto. Schon jetzt kann man sagen: Der Saisonstart in der Autostadt ist rundum gelungen.