​Die letzten, sagen wir mal sechs Monate hätte ​Lewis Holtby wohl gerne aus seinem Gedächtnis gestrichen. Da war erst das unrühmliche Aus beim ​Hamburger SV, dem kurz danach der sportliche GAU und das Verpassen des sicher geglaubten Aufstiegs in die Bundesliga folgte. Danach begab sich der Spieler auf eine lange Suche. Nach sich selbst - und nach einem neuen Klub. Jetzt hat er eine neue sportliche Heimat gefunden.


Es geht zurück nach England. In das Land seines Vaters. In das Land, das ihm den Virus Fußball einpflanzte. Sein erster Klub war der FC Everton. Wie der Vater, so der Sohn...

Doch Holtby wird auf der Insel erstmal kleinere Brötchen backen (oder Muffins). Nicht der FC Everton, auch nicht dessen Lokalrivale von der Anfield Road - nein, nicht einmal ein Premier-League-Klub ist es geworden. 


Stattdessen Premiership. Also zweite englische Liga. Gezahlt wird da auch ganz gut. Und gekickt sowieso. Blackburn Rovers ist Holtbys neuer Arbeitgeber. So berichtet es die Sportbild in ihrer neuesten Ausgabe. 


Blackburn Rovers: Mitte der Neunziger sogar Meister in England


Mitte der Neunziger war dieser Klub sogar noch eine richtig große Nummer in England, wurde 1995 sensationell Meister. Star der Mannschaft war der legendäre Alan Shearer. Doch von den einstigen großen Zeiten sind heutzutage nur noch die blassen Erinnerungen geblieben. Da zieht sich eine gewisse Parallele zu Holtbys letztem Klub. 


"Von Hamburg wird nichts bleiben", sagte Holtby vor einiger Zeit in einem langzeitig angelegten Interview mit 11freunde. Das Fußball-Magazin begleitete Holtby während der gesamten letzten Saison. Nach dem Absturz verschwand Holtby aus der Hansestadt. Es gab Gerüchte um Engagements in der Türkei und sogar beim VfL Osnabrück - die sich am Ende allesamt als haltlos herausstellten. 


Jetzt also wieder England. Dort spielte Holtby bereits von 2013 bis 2014 (Tottenham Hotspur und, leihweise, FC Fulham). Ob von diesem Gastspiel am Ende etwas bleibt, hängt ganz allein von ihm ab.