Marko Marin feiert derzeit bei Roter Stern Belgrad seine Renaissance. Nach unzähligen Stationen im Ausland, spielt Marin in Belgrad endlich wieder auf seinem Top-Niveau. Das dürften auch Clubs aus der Bundesliga mitbekommen haben; eine Rückkehr nach Deutschland kommt für Marin aber nur bei einem Verein infrage.


Ausgebildet in Frankfurt, gereift in Gladbach und geschliffen in Bremen. Marko Marins Zeit in der Bundesliga respektive im deutschen Fußball, zwischen 1996 und 2012, war von ganz vielen Erfolgen geprägt. Auf dem Weg nach oben schloss sich der kleine Ballzauberer dann vor sieben Jahren dem FC Chelsea an - und für Marin ging es steil bergab.


Nach vier ertraglosen Leihstationen verkaufte Chelsea den 16-fachen deutschen Nationalspieler 2016 an Olympiakos Piräus. Auch in Athen sank der Stern des Marko Marin weiter. Erst sein Wechsel im vergangenen Jahr nach Belgrad brachte den mittlerweile 30-Jährigen wieder auf die Erfolgsspur. Mit Roter Stern spielt Marin ​Champions League, ist Kapitän der Mannschaft und mit acht Toren und 17 Vorlagen in 40 Einsätzen für die Serben das absolute Aushängeschild des Vereins.


Rückkehr in die Bundesliga?


Im Rahmen der Champions-League-Gruppenphase kehrt "Vintage-Marin" bald nach Deutschland, zum Gastspiel beim ​FC Bayern München, zurück. Im Gespräch mit t-online erklärte Marin aber, dass ein Wechsel zurück nach Deutschland nur bei einem Verein wirklich reizvoll wäre. "Im Moment wäre ich nirgendwo lieber als hier. Ich will aber nach meiner Karriere nach Deutschland zurück und wieder in Frankfurt leben. Aber ich habe auch immer gesagt, dass ich als Kind zwei Traumvereine hatte: Roter Stern Belgrad – und ​Eintracht Frankfurt. Wenn es also zu einer Rückkehr in die Bundesliga kommen sollte, dann am liebsten zur Eintracht."


Zurück zu den Wurzeln also. Einen Marko Marin in dieser Form könnte Eintracht Frankfurt sicherlich gebrauchen; zumal der 30-Jährige ganz viel Erfahrung und Leidenszeit mit in die Bankenmetropole bringen würde. Bei der noch jungen Europapokal-Mannschaft der SGE wäre das ein Gewinn. Vorerst konzentriert sich Marin aber auf die Saison mit Belgrad. Dass Roter Stern überhaupt in der Königsklasse vertreten ist, liegt auch an drei Marin-Vorlagen und einem -treffer in acht Qualifikationsspielen. 

Marin: Coutinho hat sich auch für die Bundesliga entschieden


In der Gruppenphase treffen Marin und sein Team auf den Deutschen Rekordmeister. Vor dem Duell gegen den FCB schiebt Marin die Favoritenrolle deutlich nach München: "Wir müssen natürlich realistisch bleiben. Wir haben uns gerade erst das zweite Jahr in Folge für die Champions League qualifiziert, schon das ist für den Verein und für ganz Serbien eine Riesensache. Die Bayern haben dagegen das Ziel, die Champions League zu gewinnen. Daran sieht man ja schon, wer der Favorit ist. Aber wir haben auf jeden Fall aus der letzten Saison dazugelernt."


Kritik an der (Qualität) eines FC Bayern oder an der ​Bundesliga könne Marin darüber hinaus ganz und gar nicht nachvollziehen: "Man muss sich ja nur mal anschauen, wer dort alles spielt. Ein Coutinho ist ja nicht nur wegen des FC Bayern in die Bundesliga gewechselt. Solche Stars, die ihre Vereine im Grunde frei wählen können, entscheiden sich immer auch mit für die Liga", so der 30-Jährige.