Benedikt Höwedes war fast sein halbes Fußballerleben ein Spieler von ​Schalke 04, ein paar Jahre auch Kapitän und Fanliebling. Die erste Trennung im Sommer 2017 war kompliziert und schwer, der endgültige Verkauf erfolgte 2018. Eine eventuelle Rückkehr zum S04 schließt er derweil nicht aus.


Seit dem Sommer 2018 gehört Benedikt Höwedes zum Stammpersonal von Lok Moskau. Der 31-Jährige und 44-fache Nationalspieler hat dort noch einen Vertrag bis 2021. Dennoch träumt er schon jetzt von Deutschland. "Mein primäres Ziel ist es, möglichst zeitnah wieder näher bei der Familie in Haltern am See zu sein", so Höwedes zur DPA


Höwedes' Ziel ist die Heimat - Schalke eine Option


In der Nähe liegt seine alte Liebe, Schalke 04. "Klar kann Schalke demzufolge eine von mehreren Optionen sein", sagt er selbstsicher. Derzeit ist er aus Schalker Sicht aber wohl kein Thema, in der Innenverteidigung ist man quantitativ und qualitativ so gut besetzt, dass man nicht auf den Rückkehrer warten müsste. 


Eine potenzielle Rückkehr sei jedoch nicht die einzige Möglichkeit, sagte er weiter. Er habe "aber auch Gedanken, dass ich mich mittelfristig noch stärker in gesellschaftlichen und sozialen Themen engagiere". 


Aus der Ferne hat er trotzdem immer mindestens ein Auge auf dem S04: "Was Schalke jetzt braucht, ist Konstanz und Ruhe. Und keinen Ex-Spieler, der aus Russland heraus Tipps gibt." Höwedes weiß, wovon er spricht. 


Zur aktuellen Besetzung gibt er sich positiv gestimmt. David Wagner und Jochen Schneider seien seiner Meinung nach in der Lage, den Verein wieder in "sichere Regionen" zu bringen. Der Innenverteidiger war lange genug bei Königsblau um zu wissen: "Langfristig muss ein Verein wie Schalke aber auch wieder europäisch spielen."


Benedikt Höwedes für Schalke 04

Spiele​       Tore​     Gelbe Karten
​335​23​44


Dass die ehemaligen Verantwortlichen mit Domenico Tedesco und Christian Heidel - beide federführend während seines Abschieds - mittlerweile ihren Platz räumen musste, erfülle ihn jedoch nicht mit Genugtuung: "Im Gegenteil. [...] Das, was ich damals nicht verstanden habe, war die Art und Weise der Kommunikation." Dennoch sei er der festen Ansicht, dass Tedesco "eine zweite Chance in der Ersten oder Zweiten Liga verdient hat".