​Der ​FC Bayern München hat im Sommer einen neuen Ausgaben-Rekord aufgestellt. 143,5 Millionen Euro machte der deutsche Rekordmeister für insgesamt sechs neue Spieler locker. Neben Lucas Hernandez sicherte sich der Doublegewinner unter anderem auch die Dienste von Philippe Coutinho. Wie sich die Neuzugänge bislang geschlagen haben, seht ihr in der folgenden Übersicht. 


Fiete Arp

Die Verpflichtung des ​HSV-Eigengewächses (Ablöse: drei Millionen Euro) wurde von vielen Seiten kritisch beäugt. Beim 19-Jährigen bezweifelt man, dass er sich in München durchsetzen kann. Fehlende Motivation kann Arp jedoch nicht vorgeworfen werden. Der Angreifer schiebt immer wieder Extraschichten. Zu einem Pflichtspieleinsatz bei den Profis reichte es bislang allerdings noch nicht. Beim jüngsten 1:1-Unentschieden in Leipzig stand der Neuzugang, der zuvor zwei Wochen krankheitsbedingt ausfiel, erstmals im Kader. 


Michael Cuisance

Der Mittelfeldspieler trat beim FC Bayern in die Fußstapfen von Renato Sanches, der den Verein in Richtung Frankreich (OSC Lille) verlassen hat. Zwölf Millionen Euro überwiesen die Münchner für Cuisance an ​Borussia Mönchengladbach. Der 20-Jährige bringt zweifelsohne viel Qualität und Potenzial mit, die Einsatzzeiten des Youngsters dürften in den nächsten Wochen jedoch überschaubar bleiben. 


Für das zentrale Mittelfeld hat Cheftrainer Niko Kovac zahlreiche Alternativen zur Verfügung. Da der Linksfuß erst Mitte August verpflichtet wurde, braucht er zudem sicherlich noch eine gewisse Eingewöhnungszeit. Beim 6:1-Heimerfolg gegen den ​1. FSV Mainz 05 kam der Ex-Gladbacher in der Schlussphase als Einwechselspieler zum Zug.


Ivan Perisic

Mit Perisic haben die Bayern einen äußerst erfahrenen und vielseitigen Offensivspieler verpflichtet, der die Bundesliga bestens kennt. Vier Jahre lang war der Kroate bereits im deutschen Fußball-Oberhaus für Borussia Dortmund und den VfL Wolfsburg aktiv. Die Eingewöhnungszeit fiel beim 30-Jährigen deshalb entsprechend kurz aus. Perisic, der Robert Lewandowski noch aus der gemeinsamen Zeit beim BVB kennt, scheint sich beim Doublegewinner bereits bestens integriert zu haben. 


Der Leihspieler von Inter Mailand (Leihgebühr: fünf Millionen Euro) hat bei seinem Startelf-Debüt gegen Mainz 05 gezeigt, dass er dem deutschen Rekordmeister durchaus weiterhelfen kann. Ein Tor und eine Vorlage steuerte der Routinier bei. Eine Woche zuvor lief gegen den ​FC Schalke 04 (3:0) nach seiner Einwechslung noch nicht alles rund.

Ivan Perisic

Der älteste Neuzugang des FC Bayern: Ivan Perisic


Benjamin Pavard

Die Verpflichtung von Pavard brachte der FC Bayern bereits im Januar unter Dach und Fach. 35 Millionen Euro Ablöse kassierte der ​VfB Stuttgart für den französischen Verteidiger, der nach einer durchwachsenen Saison bei den Schwaben noch Luft nach oben hat. Am ersten Spieltag durfte der Weltmeister in der Innenverteidigung ran, erwischte dabei allerdings nicht seinen besten Tag. 


Zuletzt bot Kovac den Neuzugang als Rechtsverteidiger auf. Pavard zeigte zwar solide Leistungen, hatte allerdings auch immer wieder einige Wackler und Unsicherheiten drin. Ein Tor und eine Vorlage gegen Mainz steuerte der 23-Jährige bislang bei. An Joshua Kimmich kommt der französische Nationalspieler jedoch nicht heran.


Philippe Coutinho

Mit Coutinho hat der Doublegewinner einen echten Superstar für einen Schnäppchenpreis an die Isar geholt. 8,5 Millionen Euro Leihgebühr wurden für den Brasilianer vom ​FC Barcelona fällig. Die Bayern sicherten sich zudem eine Kaufoption in Höhe von 120 Millionen Euro. Bei seinen bisherigen Einsätzen über längere Distanz gegen Schalke 04 und Mainz 05 wurde deutlich, dass der Nationalspieler noch gewisse Anlaufschwierigkeiten hat, was allerdings völlig nachvollziehbar ist.


Neues Land, neue Liga und neue Sprache - für Coutinho sicherlich alles andere als einfach. Dass es mit seinen neuen Mannschaftskollegen noch die eine oder andere Abstimmungsschwierigkeit auf dem Platz gibt, ist kaum verwunderlich. Der 27-Jährige ließ seine Klasse jedoch einige Male aufblitzen und zeigte vielversprechende Ansätze. In den nächsten Wochen dürfte sich der Neuzugang immer besser zurechtfinden und auch sein volles Potenzial abrufen, wodurch er den FC Bayern auf ein neues Level hieven wird.


Lucas Hernandez

​Mit einer Ablöse von 80 Millionen Euro ging der Verteidiger von Atletico Madrid als mit Abstand teuerster Neuzugang in die Vereinsgeschichte ein. Nach mehrmonatiger Verletzungspause (Knieverletzung) stieg der Weltmeister Anfang August ins Mannschaftstraining ein und zählt seit dem 2. Spieltag zum Stammpersonal. 


Nach zwei überzeugenden Vorstellungen in der Innenverteidigung wurde der Franzose gegen ​RB Leipzig nach dem kurzfristigen Ausfall von David Alaba auf die Linksverteidiger-Position beordert, wo er nicht die beste Figur abgab. Der 23-Jährige verursachte zudem den Elfmeter, der zum ​1:1-Ausgleich führte. Dennoch ist bereits zu sehen: Der FCB hat nicht ohne Grund so tief in die Tasche gegriffen!