Zwischen den Vorwürfen gegenüber ​Fortuna Düsseldorf, ​Vetternwirtschaft betrieben und im Transfer um Benito Raman falsche Zahlen genannt zu haben, wird es heißer. Schalke-Sportvorstand Jochen Schneider wetterte am Sonntagabend gegen Thomas Röttgermann (F95-Vorstandsvorsitzender), und warf ihm unkollegiales Verhalten und Lügen vor.


Selten schien es in ​​Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider so gebrodelt zu haben, wie gestern. Nach dem ​5:1-Kantersieg gegen den ​SC Paderborn äußerte er sich zu den vorhergegangenen Aussagen seitens Düsseldorf und Thomas Röttgermann.


Genaue Zahlen kommentiert - und gelogen?


Auf Nachfrage des kicker sagte Schneider: "Ich war extrem irritiert, als ich gestern Abend die Pressemitteilung von Fortuna Düsseldorf gelesen habe.[...] Aber was da jetzt passiert ist, was sich Röttgermann hier erlaubt hat, ist ohne Worte."


Gemeint sind beispielsweise die Kommentare zum Wechsel von Benito Raman. Wie im Rahmen des Transfers häufiger von Fortuna-Seite kommentiert wurde, habe man ihn für rund 13 Millionen Euro abgeben können - eine Zahl, die weder Schneider, noch die Berichte um den Spiegel bestätigen können. Demnach handele es sich um rund 6,5 Millionen Euro, was mit möglichen Erfolgsprämien auf maximal zehn Millionen Euro steigen kann. "Er suggeriert Zahlen, die nicht da sind", so Schneider deutlich.


Doch es entzürnte ihn nicht nur, dass falsche Zahlen in den Raum geworfen werden, sondern auch, dass überhaupt so öffentlich über einen Wechsel geredet wird. "Wie man sich so über eine Vertraulichkeitsklausel, die im Vertrag verankert ist, hinwegsetzen kann, irritiert mich hier und den ganzen FC Schalke 04 total."


Schneider bat - ohne Erfolg - um eine Klarstellung


Ein Ende in der aktuellen Fehde ist wohl noch nicht abzusehen. Schneider habe Röttgermann per E-Mail kontaktiert, um eine Klarstellung gebeten - bisher ohne Reaktion. Er selbst wolle sich dennoch nicht in Zahlen um den Wechsel verstricken, sondern sich an die vereinbarte Klausel halten. Schneider: "Röttgermann sagt hier schlichtweg die Unwahrheit und das ist nicht in Ordnung."