Bei der heutigen Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel gegen den ​SC Paderborn hat David Wagner sich sehr froh über die aktuelle Personallage gezeigt. Der S04-Coach wies jedoch auch darauf hin, dass man bei Neuzugang Juan Miranda noch Geduld benötige - währenddessen ist Alessandro Schöpf noch nicht richtig fit.


Das Spiel am Sonntagabend wird für ​Schalke eine weitere Standortbestimmung. Mit ​Borussia Mönchengladbach und ​Bayern München hatte man zwei Gegner, die selbst darauf aus waren, das Spiel zu machen. Das spielte den Königsblauen in der Spielweise etwas in die Hände, und gegen ​Hertha BSC hatte man dazu auch ein wenig das Glück des Tüchtigen (zwei von drei Treffer durch Eigentore). 


Schalke unter Zugzwang - aber noch ohne Miranda-Starteinsatz


Gegen Paderborn soll die Elf von David Wagner nun zeigen, dass sie auch vermeintlich kleinere Gegner spielerisch besiegen und sicher stehen kann. Bei der Pressekonferenz sprach Wagner vor allem über die gute Lage, was das Personal betrifft und die Möglichkeiten, die mit den Rückkehrern einhergehen. Bei Leihspieler Juan Miranda jedoch brauche man noch Geduld, mahnte er.

Der 19-jährige Linksverteidiger ist nun seit etwas mehr als zwei Wochen auf Schalke, fehlte davon die letzten Tage aufgrund der Länderspielpause. Zeit, sich einzugewöhnen und sich an das Spielsystem anzupassen, gab es dementsprechend noch nicht wirklich. "Wir geben ihm die Unterstützung, dass er bei uns die nächsten Schritte machen kann", so Wagner.


Schöpf ist ebenfalls fraglich: Beschwerden beim Training


Für Paderborn wird er also noch keine Option für die Startelf sein. Genauso ergeht es Alessandro Schöpf. Eigentlich galt er als einer der Spieler, die womöglich am Sonntag ihr Comeback geben könnten. Das Abschluss-Training heute Nachmittag verpasste er aufgrund von Beschwerden - somit wird sein Einsatz etwas unwahrscheinlicher. 

Ansonsten kann Wagner wieder auf mehrere Alternativen zurückgreifen. Besonders im Fokus dabei stehen Mark Uth und Neuzugang Ozan Kabak, ​mit denen man einige Hoffnungen verbindet. Uth könnte vermutlich (​auch aufgrund des Raman-Ausfalls) schon in der Startelf stehen, während in der Innenverteidigung zunächst Matija Nastasic und Salif Sané starten könnten. 


So oder so lichtet sich das S04-Lazarett, sodass David Wagner deutlich mehr Optionen bekommt. Das sei auch kein Luxusproblem, wie er auf Nachfrage erläuterte. Es sei viel mehr eine sehr gute Situation, die sich auch in sehr guten Trainingseinheiten zeige.