Seit seiner Genesung kurz vor der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr steht Manuel Neuer wieder im Tor der Nationalmannschaft. Zum Unmut vieler Fans wird sein ärgster Konkurrent, Marc-André ter Stegen, trotz Topleistungen weiterhin nicht berücksichtigt. Der erwies sich dabei bislang stets als fairer Verlierer. Doch auch sein Geduldsfaden scheint langsam zu reißen.


Die Statistiken sind einleuchtend: In Sachen Nationalmannschaft hat Manuel Neuer die Nase vor seinen Konkurrenten. Seit einiger Zeit ist zwar in vieler Munde, dass ihm Marc-André ter Stegen, Stammtorhüter beim ​FC Barcelona, mittlerweile den Rang abgelaufen habe. Neuer steht aber weiterhin zwischen den Pfosten, hat gegen Nordirland jüngst sein 90. Länderspiel gespielt. Ter Stegen kommt dabei nur auf 22.


Wie lange kann sich Neuer noch behaupten?

Dass Neuers Stuhl dennoch ziemlich am Wackeln ist, dürfte keine Spekulation mehr sein. Zwar zeigte Neuer zuletzt wieder Höchstleistungen, rettete wie gewohnt stark auf der Linie und ist auch fußballerisch eine Augenweide. Doch auch an ihm nagt der Zahn der Zeit und sofern man das Spiel von ter Stegen betrachtet, steht dieser ihm in nichts nach.


Mit seinen 27 Jahren kommt er erst in das beste Fußballeralter. Trotzdem geht er jetzt in das bereits fünfte Jahr als Stammtorhüter der Blaugrana. Einmal gewann er mit ihnen auch die Champions League. Neuer gewann diese auch, allerdings zwei Jahre früher.

Pierre-Emerick Aubameyang,Marc-Andre Ter Stegen

Seit Jahren liefert ter Stegen für den FC Barcelona Glanzleistungen ab



Ob er sich mit seinen 33 Jahren noch lange vor ter Stegen halten kann, ist unklar. Schließlich wurde der jetzt auch von der FIFA zu einem der drei besten Torhüter weltweit ernannt, während Neuer im Ranking deutlich weiter hinten war. Seit seinen fantastischen letzten Spielzeiten katapultierte sich sein Marktwert auf 90 Millionen Euro. Doppelt so hoch wie der einstige Spitzenwert von Neuer, der sich aber mittlerweile bei lediglich 18 Millionen Euro wiederfindet.


Status Quo frustriert ter Stegen 

Dennoch war ter Stegen bis zuletzt faire Nummer zwei im Nationalteam. Lediglich seinen Job erledigen und den Druck auf Neuer erhöhen, wollte er. Doch als der sich gegen die Niederlande vier Tore fing und ter Stegen in der kommenden Partie gegen Nordirland noch immer auf der Bank schmorte, fing der zu Grübeln an.


Der AS hat er diese Enttäuschung nun auch kundgetan: "Es ist nicht leicht dafür Erklärungen zu finden. In jedem Spiel gebe ich alles, um die Entscheidung noch schwieriger zu gestalten." Doch obwohl er erneut in beiden Länderspielen auf der Bank gesessen habe, reiße sein Wunsch, erste Wahl zu werden, weiterhin nicht ab: "Ich versuche es trotzdem. Aber diese Reise mit der Nationalmannschaft war ein harter Schlag für mich."