Jochen Schneider hat als Sportvorstand von ​Schalke 04 eine Menge mit Transfers zu tun gehabt, doch auch nach Ende der Transferphase kommt viel Arbeit auf ihn zu: Einige Verträge werden zum Sommer auslaufen, darunter wichtige Spieler.


S04-Sportvorstand Jochen Schneider hat weiterhin viel Arbeit vor sich. Nach der Transferphase stehen vor allem weitere Kaderplanungen an, und dort gibt es bis zum nächsten Sommer viel zu erledigen. Neben möglichen weiteren Neuzugängen laufen 2020 die Verträge von fünf Spielern aus, vier davon sind absolute Stammspieler. 


S04 droht vier Stammspieler zu verlieren


Daniel Caligiuri, Bastian Oczipka, Alexander Nübel, Benjamin Stambouli und Fabian Reese werden - nach aktuellem Stand - Schalke ablösefrei verlassen (können). Das darf natürlich auf keinen Fall passieren und so ist Schneider in der Pflicht, möglichst schnell zu handeln. Doch mit wem sollte S04 überhaupt verlängern, und unter welchen Bedingungen?


Mit Alexander Nübel ist man bekannterweise bereits in Gesprächen. Das Resultat aus den Planungen Nübels wird in jedem Fall eine wichtige Nachricht für die Königsblauen sein. Sollte er gehen, verliert man ein weiteres, junges Talent ohne eine Ablöse zu generieren. Das wäre nach den vielen Zugeständnissen, bei allem Verständnis, eine bittere Pleite für Schneider und Schalke - auch wenn man die eingebrockte Suppe durch eine verpasste, frühzeitige Vertragsverlängerung auslöffen musste. 


Fabian Reese wird den Durchbruch auf Schalke nicht mehr schaffen. Das hat er mittlerweile mehrmals und unter verschiedenen Trainern versucht. Auch wenn er mit demnächst 22 Jahren noch sehr jung ist, scheint seine Zukunft eher in der zweiten Liga zu liegen. Eine hohe Ablöse würde man durch ihn vermutlich ohnehin nicht generieren, dennoch wird man versuchen, ihn im Winter abzugeben.


Caligiuri-Gespräche stocken - Oczipkas Zukunft ist offen


Die Spieler, bei denen es (öffentlich) noch keine richtigen Gespräche gibt, sind Caligiuri, Oczipka und Stambouli. ​Mit Caligiuri liegen die Gespräche zurzeit auf Eis, hieß es zuletzt. Fraglich, ob er sich seinen Traum der Serie A erfüllen möchte oder ob Schalke von einer weiteren Zusammenarbeit derart überzeugt ist, sodass sie ein für ihn lukratives Angebot vorlegen. Sollte es möglich sein, den Vertrag für ein oder zwei Jahre zu verlängern, sollte man dies tun. 

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Ein Mann für besondere Derbys: Daniel Caligiuri



Bei Bastian Oczipka ist die Situation nicht so offensichtlich. Der Linksverteidiger steht in der (leichten) Kritik, weil er nicht unbedingt zu der Rolle passt, die im Wagner'schen Fußball für die Position vorgesehen ist. Man hat zwar keinen direkten Ersatz bzw. Backup finden, aber mit Juan Miranda ein junges Talent ausleihen können. Sollte Miranda bis zum Sommer überzeugen können, und man ihn für das zweite Jahr behalten können, wäre eine Verlängerung mit Oczipka kein Muss. Mit Jonas Carls hat man zwar einen weiteren, jungen Linksverteidiger im Kader - dennoch wird man langfristig einen Neuen verpflichten müssen.


Stambouli: Eine Fünf-Minuten-Verhandlung?


Am einfachsten dürfte der Fall bei Benjamin Stambouli sein. Der 29-Jährige ist ein absoluter Fan-Liebling und gehört sei zwei Jahren zum Stammpersonal. Im letzten Jahr hat er vor allem als Teil der defensiven Dreierkette funktioniert, in dieser Saison soll er das Aufbau- und Umschaltspiel auf der Sechs mitgestalten. 


Der Franzose hat sich schnell eingelebt, interessiert sich für den Verein und seine Geschichte, liebt die Fans und fühlt sich wohl. Dazu gilt er als enorm bodenständig. Eine Vertragsverlängerung mit ihm dürfte sowohl vom Verein aus, als auch von ihm aus, kein Problem darstellen. Er wird nicht allzu viel fordern, an Gehalt und Vertragslaufzeit bemessen. Schalke dürfte auch daran interessiert sein, mit ihm über weitere Jahre zu arbeiten - dort passt es einfach.