Der Shootingsstar unter den Neuzugängen des ​FC Schalke 04 heißt nicht Benito Raman, nicht Ozan Kabak und auch nicht Markus Schubert. Jonjoe Kenny ist der Spieler, um den es sich handelt. Der junge Engländer kam als Back-Up für den bisherigen Rechtsverteidiger Daniel Caligiuri nach Gelsenkirchen und eroberte prompt einen Stammplatz bei Königsblau. Gegenüber der Bild äußert sich der 22-Jährige nun zu seiner Zukunft und seinen Zielen.


Für den jungen Engländer ist tatsächlich ein Deutscher das große persönliche Vorbild. Jonjoe Kenny hat die Karriere der Fußballlegende Philipp Lahm vor Augen. "Er war ein Allrounder, konnte links, rechts, in der Mitte spielen. Für mich war er immer herausragend und der beste Rechtsverteidiger", so Kenny über den ehemaligen Bayern-, Stuttgart- und Nationalmannschaftsprofi.


Jonjoe Kenny

Für die Toffees kam Kenny bisher auf 40 Pflichtspieleinsätze


Ob der gebürtige Liverpooler eines Tages wirklich auf dem Weltniveau wie Lahm früher spielen kann, ist natürlich fraglich. Dennoch unterstreicht die Aussage Kennys die hohen Ansprüche an sich selbst. Bisher fehlt der erste große Erfolg in der Vita des Rechtsverteidigers, der bisher nur einige Titel in Jugendmannschaften gewinnen konnte.


Und auch bei S04 sind die Titelchancen, zumindest diese Saison, eher gering einzuschätzen. Und sowieso ist Kennys Zukunft bei Königsblau noch ungewiss - der Spieler ist lediglich für ein Jahr aus Everton ausgeliehen. Doch der 22-Jährige machte sich bereits jetzt fast unverzichtbar auf Schalke. Bisher kam Kenny in allen vier Pflichtspielen über die volle Distanz zum Einsatz. Gegen Hertha BSC erzielte der Verteidiger sogar sein erstes Bundesligator. Schalke und Kenny - das passt!


Kenny: "Das ist der Klub, den ich liebe."


Bleibt der Spieler also längerfristig im Ruhrpott? "Ich bin in Everton geboren und aufgewachsen, habe für den Verein bereits als Kind gespielt", sagt Kenny über seine Heimat. Der Spieler ist durch und durch heimatverbunden, spielte mit Ausnahme ein paar Leihen nur für den FC Everton. Kenny über die Toffees: "Das ist der Klub, den ich liebe." Doch aktuell sei er bei Schalke 04, auf das er sich auch vollends konzentrieren möchte.


Ob da vielleicht doch was Längerfristiges draus wird? Kenny gibt sich verhalten: "Mal schauen, wo es hinführt." Schalke muss sich jedenfalls nicht verstecken, schließlich schaffte Kenny im neuen Trikot das, was ihm in Everton bisher verwehrt blieb: einen Stammplatz zu ergattern.