​Rekordtransfer Lucas Hernández ist beim ​FC Bayern München angekommen. Nach sechs Monaten ohne Spielpraxis erhielt der französische Innenverteidiger zwei Startelfeinsätze gegen Schalke 04 und Mainz 05 und soll künftig gemeinsam mit Niklas Süle die Innenverteidigung des Rekordmeisters bilden. Gegenüber ​L'Equipe sprach er über den Druck, der mit seiner Ablösesumme einhergeht und wie sehr er sich danach gesehnt hat, wieder auf dem Platz stehen zu können.


Seit Mitte Februar musste Hernández aufgrund einer Innenbandverletzung des Knies pausieren, verpasste daher den Saison-Endspurt bei Atlético Madrid. Die medizinische Abteilung der Bayern gab grünes Licht für eine Rückkehr zu Saisonbeginn, aktuell sieht er sich "fast bei 100 Prozent. Ich habe wie verrückt gearbeitet, dass ich wieder spielen kann. Jetzt will ich den Verein und die Fans nicht enttäuschen", sagt der 23-Jährige, der sich "genau im Zeitplan" befinde. 


Mit einer Ablösesumme von 80 Millionen Euro pulverisierte Hernández den bisherigen Transfer-Rekord von Corentin Tolisso, der vor zwei Jahren für 41,5 Millionen Euro von Olympique Lyon an die Säbener Straße wechselte. "Mir sind die finanziellen Anstrengungen des FC Bayern, um mich zu holen, bewusst", sagt er und gibt offen zu: "Das lastet auf einem Abwehrspieler." 

Lucas Hernandez,Joshua Kimmich

  Im Vergleich zu Lucas Hernández (r.) war Joshua Kimmich (links, kam einst für 8,5 Millionen Euro vom VfB Stuttgart) ein absolutes Schnäppchen



Von dem Ablösewahn auf dem Transfermarkt wolle er sich aber nicht ablenken lassen. "Ich versuche, mich selbst nicht unter Druck zu setzen. Heutzutage müssen wir mit solchen enormen Summen im Fußball leben", so Hernández, der sich lieber auf dem Platz behaupten will.


Hernández: "Die Mannschaft hat es mir einfach gemacht"


Denn unabhängig von dem vielen Geld, was auf das Konto von Atlético Madrid floss, fiel ihm die Entscheidung für den FC Bayern alles andere als schwer: "Als ich von ihrem Interesse gehört habe, habe ich meine Entscheidung schnell getroffen. Es ist ein Klub, der zu meiner Mentalität und meinen Ambitionen passt. Es ist ein großer Verein mit einer langen Tradition. Es ist eine Siegesmaschine und ich will gewinnen."

Der Einstand gegen Schalke (3:0) und Mainz (6:1) verlief aufgrund der Kantersiege locker, wenn es brenzlig wurde, gab er neben Niklas Süle eine gute Figur ab. "Die Mannschaft", sagt er , "hat es mir einfach gemacht." Daran wird er nach der Länderspielpause anknüpfen wollen, der erste Härtetest steht in einer Woche auf dem Programm, wenn die Bayern bei RB Leipzig antreten.