Youssoufa Moukoko liegt das Toreschießen im Blut. Nach den ersten vier Spielen in der A-Junioren Bundesliga ist das Wunderkind von ​Boru​ssia Dortmund für neun von 16 Tore verantwortlich, feierte mit einem Sechserpack am ersten Spieltag gegen den Wuppertaler SV (9:2) einen Traumeinstand. Während Nachwuchstrainer Michael Skibbe bereits von einer sicheren Profi-Karriere sprach, trat Christian Wörns im Interview bei Sport1 auf die Bremse.


Der frühere Innenverteidiger, der von 1999 bis 2008 selbst für den BVB aufgelaufen ist, betreut derzeit die deutsche U18-Nationalmannschaft. Dort könnte er einen Spieler wie Youssoufa Moukoko mit Sicherheit gut gebrauchen, doch der 14-Jährige legte die Laufbahn bei der Nationalmannschaft vor zwei Jahren auf Eis. Neben dem BVB stand die Schule auf dem Programm. ​mittlerweile kämpft der DFB wieder um den Knipser, der auch in der U19 zu überzeugen weiß. 

Moukoko: Bis zum Herrenbereich "noch ein längerer Weg"


​Wie schon die Verantwortlichen in Dortmund appelliert auch Wörns an Geduld. "Ich habe ihn zuletzt in Gladbach gesehen. Er ist gut, ohne Frage", lobte er Moukoko, "aber interessant wird es im Herrenbereich, da trennt sich die Spreu vom Weizen. Bis dahin ist es noch ein längerer Weg."

Christian Woerns

Tritt auf die Bremse: Christian Wörns traut sich bei Youssoufa Moukoko noch keine Vorhersage zu.



Nach einer starken Saison mit 50 Toren in der U17 stehe er "natürlich im Fokus", allerdings ist der Weg bis zu den Profis noch immer lang. "Er muss weiter dranbleiben und seine Entwicklung so fortsetzen", warnte Wörns. 


Anders sieht es Michael Skibbe, der im Sommer in den BVB-Nachwuchs zurückkehrte und Moukoko eine große Karriere zutraut: "Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Nur Verletzungen könnten ihn stoppen."