In den vergangenen Jahren schaffte es Borussia Dortmund immer wieder, junge Talente zu entwickeln und sie in die erste Mannschaft zu integrieren. Doch da die Nachwuchsarbeit in Deutschland in den vergangenen Jahren nicht mehr ertragreiche Arbeit hervorbrachte, wurden überwiegend Spieler aus dem Ausland verpflichtet und in den Jugendmannschaften eingewöhnt. 


Viele weitere Talente schafften hingegen nicht den Sprung in den Profifußball und spielen stattdessen in unterklassigen Ligen, wie die folgende Übersicht aufzeigt.


Sebastian Tyrala

Sebastian Tyrala

Von 1999 bis 2010 spielte Sebastian Tyrala für den BVB, allerdings durfte er sein Können lediglich sieben Mal in der ​Bundesliga unter Beweis stellen. Nachdem er von 2005 bis 2008 zum Profikader zählte, wurde er unter der Leitung von Jürgen Klopp in die zweite Mannschaft abgeschoben, für die er über 100 Mal auf dem Platz stand.


Nach ablösefreien Transfers zum VfL Osnabrück, der Spielvereinigung Greuther Fürth und Rot-Weiß Erfurt kickte der zentrale Mittelfeldspieler zuletzt zwei Jahre für die zweite Mannschaft des FSV Mainz 05 in der Regionalliga Südwest. Im Sommer ging er zum BV Bad Sassendorf.


Christopher Kullmann

Christopher Kullmann

Von 2004 bis 2008 stand Christopher Kullmann 88 Mal für den 1. FC Magdeburg auf dem Platz, ehe Borussia Dortmund anklopfte und den Stürmer für die zweite Mannschaft verpflichtete. Nach einer sehr guten Debüt-Saison mit 30 Torbeteiligungen in 29 Spielen wurde er zu den Profis befördert, dort allerdings nach nur einem Jahr mit nur sieben Kurzeinsätzen wieder abgeschoben.


In der Folge wechselte Kullmann unter anderem zu Rot-Weiß Oberhausen und Arminia Bielefeld, heute läuft der 32-Jährige für Askania Bernburg in der Oberliga Süd auf.


Marian Sarr

Marian Sarr

In der Saison 2013/14 musste Marian Sarr einmal in der Champions League und zwei Mal in der Bundesliga aushelfen, nachhaltig konnte er sich bei Jürgen Klopp aber nicht für einen Platz in der ersten Mannschaft empfehlen.


Der zuvor beim FC Schalke und Bayer Leverkusen ausgebildete Defensiv-Allrounder wechselte im Januar 2013 für 1,5 Millionen Euro in die U19 des BVB, 2016 zog es ihn in die zweite Mannschaft des VfL Wolfsburg. Danach spielte er für den damaligen Drittligisten VfR Aalen, ehe es ihn zu Carl Zeiss Jena zog.


Markus Feulner

Markus Feulner,Timothy Chandler

Ausgebildet wurde Markus Feulner nicht beim BVB, stattdessen durchlief der heute 37-Jährige die Nachwuchsmannschaften des FC Bayern München. Über den 1. FC Köln und Mainz 05 wechselte er im Sommer 2009 ablösefrei nach Dortmund, unter Klopp sammelte er 20 Einsätze und gehörte dem Kader an, der 2011 die Meisterschaft feierte.


Danach spielte er für drei Jahre beim 1. FC Nürnberg, von 2014 bis 2017 lief er noch einmal für die Profis des FC Augsburg auf, ehe er in die zweite Mannschaft abgeschoben wurde. Vor kurzem beendete er dann seine Karriere.


David Vrzogic

David Vrzogic

Im Jahr 1998 schloss sich der damals neun Jahre junge David Vrzogic der Dortmunder Borussia an, doch nur ein einziges Mal wurde der Linksverteidiger für den Profikader der ersten Mannschaft nominiert. Über Rot-Weiß Ahlen, der Reserve des FC Bayern, Dynamo Dresden und Alemannia Aachen landete er schlussendlich vor drei Jahren beim SV Meppen, wo er aktuell nicht über die Rolle des Ersatzspielers hinauskommt.


Kosi Saka

Kosi Saka

Von 2005 bis 2007 pendelte Kosi Saka, der im Sommer 2000 von Arminia Bielefeld in den BVB-Nachwuchs wechselte, zwischen der ersten und der zweiten Mannschaft. Der defensive Mittelfeldspieler wurde insgesamt elf Mal in der Bundesliga eingesetzt, erhielt dabei aber nur Kurzeinsätze.


Nach einem Engagement in der Reserve des Hamburger SV inklusive einer Leihe zu Carl Zeiss Jena war Saka von Sommer 2009 bis Januar 2010 vereinslos, ehe der KFC Uerdingen auf den heute 33-Jährigen aufmerksam wurde. Von dort aus zog es ihn vor fünf Jahren zum Oberligisten SV Baumberg, wo er auch heute noch aufläuft.


Salvatore Gambino

Salvator Gambino

Anders als die hier gelisteten Ex-Nachwuchskicker schaffte Salvatore Gambino zwischenzeitlich den Sprung zum Stammspieler. In der Saison 2003/04 stand er in der Bundesliga 20 Mal für den BVB auf dem Platz, absolvierte insgesamt 52 Pflichtspiele für die erste Mannschaft und erzielte dabei fünf Tore bei vier weiteren Assists.


2006 wechselte er ablösefrei zum 1. FC Köln, danach ging es über den norwegischen Zweitligisten Kongsvinger IL in seine italienische Heimat, wo er für mehrere unterklassige Klubs aktiv war. Nach seinem Aus beim FC Grossetto im Sommer 2015 kehrte er nach Deutschland zurück und spielt seither in der Oberliga für den SV Westfalia Rhynern.


Marc-André Kruska

Marc-Andre Kruska

Als Eigengewächs schaffte Kruska beim BVB den Sprung zu den Profis. Trotz einer verheißungsvollen Starts in der ersten Mannschaft, sollte Kruska letztlich aber nie der endgültige Durchbruch gelingen.


Den Mittelfeldspieler zog es daher im Alter von 22 Jahren zum FC Brügge. Anschließend verkam Kruska ein wenig zum Wandervogel: Energie Cottbus, FSV Frankfurt, SC Paderborn, Werder Bremen II und F91 Düdelingen hießen die weiteren Stationen des mittlerweile 32-Jährigen. 


In diesem Sommer schloss sich Kruska dem FC Frohlinde an, der in der Landesliga spielt.