Am sogenannten Deadline Day konnte Eintracht Frankfurt ​die Verpflichtung von André Silva perfekt machen. Der Portugiese wurde im Tausch gegen Ante Rebic für zwei Jahre vom AC Mailand ausgeliehen - bei der SGE will er einen Neustart wagen.


Hinter André Silva liegen zwei bewegte Jahre. Obwohl der Angreifer im Sommer 2017 mit großen Vorschusslorbeeren (und für stolze 38 Millionen Euro) zum AC Mailand gewechselt war, konnte er sich bei den Rossoneri nicht durchsetzen. Daher wurde er in der vergangenen Saison an den FC Sevilla ausgeliehen, wo er wie die Feuerwehr loslegte. 


Doch nach einem furiosen Start mit sieben Treffern in sieben Ligaspielen geriet Silva auch in Andalusien immer mehr aufs Abstellgleis, so dass Sevilla seine Kaufoption letztlich verstreichen ließ. Da Milan den 23-Jährigen jedoch auch nicht behalten wollte, wurde Silva im Sommer bei zahlreichen Klubs angeboten.


André Silva: Geplatzter Deal mit Monaco


Zwischenzeitlich sah alles danach aus, als würde er sich der AS Monaco anschließen. Silva war extra von der USA-Reise der Mailänder abgereist, um in Frankreich seinen Medizincheck zu absolvieren - doch vollzogen wurde der Deal überraschenderweise nicht. Gerüchte, er sei durch den Medizincheck gefallen, machten die Runde. Später hieß es dann, dass Monaco finanzielle Absprachen nicht einhalten wollte. 


Der Wechsel zur AS Monaco hatte sich aber definitiv zerschlagen, weshalb alles daraufhin deutete, dass er die Saison 2019/20 nun doch beim AC Mailand bestreiten würde - bis sich kurz vor dem Ende des Transferfensters die Möglichkeit ergab, im Tausch gegen Rebic zur Frankfurter Eintracht zu wechseln.


Als das Angebot der ​SGE kam, musste Silva nicht lange überlegen. "Natürlich habe ich gesehen, dass sich junge Spieler bei Eintracht weiter entwickeln können. Aber der Hauptgrund war, dass Eintracht das größte Interesse an mir gezeigt hat. Ich bin jetzt 23, Zeit erwachsen zu werden. Eintracht ist eine neue Herausforderung", teilt der Neuzugang im Gespräch mit der Bild mit.


André Silva über die SGE: "Ich freu' mich darauf"


Geholfen habe ihm bei der Entscheidung auch sein Landsmann Goncalo Paciencia, der bei der SGE mit ihm um einen Platz im Sturmzentrum kämpfen wird. "Er hat mir schon gesagt, dass Eintracht die besten Fans auf der Welt hat und dass es toll ist, für sie zu spielen", so Silva, der möglichst schnell Deutsch lernen will und genau weiß, was ihn in Frankfurt erwartet: "Weil mein Freund Goncalo hier spielt, habe ich einige Spiele gesehen. Es ist ein sehr intensiver Fußball, mit vielen Läufen und Sprints. Ich weiß, dass ich körperlich stark sein muss, mich nie ausruhen darf. Aber ich freu' mich darauf."


Eben jene körperliche Komponente ging im bei seinen letzten Stationen jedoch ab, im Zweikampf konnte er sich kaum behaupten. Daran muss er definitiv arbeiten. Silva gilt nämlich vielmehr als technisch beschlagener Stürmer, der gut mit dem Ball am Fuß ist und auch ins Kombinationsspiel eingebunden werden kann. 


Von Cristiano Ronaldo geadelt


Von Cristiano Ronaldo wurde er daher einst als sein möglicher Nachfolger betitelt - diese Aussage sei zwar "einerseits eine Hilfe, denn sie stammt von Cristiano, ein Wahnsinnsspieler. Sie ist aber auch eine Herausforderung, denn ich möchte ihn nicht enttäuschen. Ich will alles dafür tun, damit er Recht behält."


Die SGE-Fans hätten sicherlich nichts dagegen, wenn Silva in Frankfurt endlich sein ganzes Potenzial abrufen kann.