Dieser Sommer stellte eine große Chance für den Frauenfußball dar. Die Weltmeisterschaft wurde groß aufgefahren und selten bekamen die Spielerinnen eine solche Aufmerksamkeit. Doch diese wurde nicht nur für Eigenwerbung betrieben, sondern diente für viele auch als Erinnerung an die immer noch unfairen Verhältnisse im Profi-Sport. In Sachen Gleichberechtigung gab es in Finnland nun einen Meilenstein.


Die besten Spielerinnen der Welt haben sich in diesem Jahr auf der großen Bühne gezeigt und den Frauenfußball noch deutlich populärer gemacht. Bei der Weltmeisterschaft in Frankreich wurde immer wieder starker Fußball gezeigt, der mit dem der Männer mithalten kann. Doch ein großer Unterschied wurde deutlicher gemacht als je zuvor.


Denn vor allem eine, vielleicht sogar die beste aktuelle Fußballerin, verbrachte den Sommer nicht mit ihrer Nationalmannschaft. Die Norwegerin Ada Hegerberg kämpfte nämlich weiter für die Rechte der Frauen im Profi-Fußball und forderte gleiche Beachtung und eine ausgeglichene Bezahlung. Die Damen sollten das selbe verdienen können, wie die Herren.

Ada Hegerberg

Hegerberg stand für ihre Forderungen ein und verzichtete sogar auf die WM



Lange schien diese Forderung allerdings auf taube Ohren und Kritik zu stoßen. Vor allem die Umsetzung sei für viele ein Problem gewesen, doch es geht. Das zeigt nun der finnische Fußballverband, der einen ersten Schritt in Richtung gleicher Bezahlung machte. In Zukunft wird nämlich sowohl die Frauen-, als auch die Männernationalmannschaft das Gleiche verdienen.


Finnland macht es vor

​​Besonders beachtlich ist dies, da die Frauennationalmannschaft nicht unbedingt zu den besten der Welt gehören. In der FIFA-Weltrangliste belegt sie gerade einmal den 31. Platz. Die Herren ordnen sich in ihrer Liste als 57. ein. Dass ein solcher Beschluss also in einer vergleichsweise kleinen Fußballnation getroffen wurde, ist ein hervorragender Anfang, doch andere Länder und Verbände müssen mitziehen. 


Zumindest die Nationalmannschaften einiger Länder sollten den gleichen Stellenwert genießen. Ob die Bezahlung im Klubfußball ebenfalls angepasst werden kann, ist fraglich, doch auch dies könnte sich in Zukunft ändern. Die Finnen haben nun vorgelegt, als ein Beispiel für andere Nationen. Bis allerdings kein weiterer Fortschritt erkennbar ist, werden Hegerberg und Co. nicht aufhören zu kämpfen.