Der Umbruch beim ​FC Bayern findet auch in den höchsten Vorstandsetagen statt. Uli Hoeneß geht, Karl-Heinz Rummenigge später auch, Oliver Kahn wird kommen - und was ist mit Hasan Salihamidzic? Er war während einer Aufsichtsratssitzung dabei und traf sich mit Kahn privat: Die Weichen für die Zukunft der Bayern werden gestellt.


Am letzten Donnerstag tagte der Aufsichtsrat in einer Loge der Allianz Arena. Wie die Sportbild berichtet, war, neben Oliver Kahn, Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge, überraschenderweise auch ​Sportdirektor Hasan Salihamidzic anwesend. Als Abschluss der Sitzung wurde später die offizielle Mitteilung herausgegeben, welche die vorher schon bekannte, ausbleibende Kandidatur von Hoeneß für das Amt des Präsidenten bestätigte. 


Auch wenn Hoeneß nicht mehr Präsident sein wird, wird er "seinen" FCB nicht ganz verlassen. Sein nominierter Nachfolger als Präsident, Herbert Hainer, ist ein sehr guter Freund, und auch ​Oliver Kahn wird vor allem durch den 67-Jährigen sehr bald den Klub mit beeinflussen können. Auch Salihamidzic würde er gerne als Sportvorstand sehen, doch hier ergibt sich bereits ein Streitpunkt mit Rummenigge. 


Klarer Plan für Kahn - im Gegensatz zu Salihamidzic


Der "Plan" für Kahn ist dabei bereits ausgelegt: Vom 1. Januar des kommenden Jahres an, wird er normales Mitglied des Vorstands sein, ab Jahresanfang 2022 dann der Vorsitzende. Unklar ist weiterhin die Zukunft von Sportdirektor Salihamidzic. Sein Vertrag läuft zum Sommer aus, und eine Verlängerung sowie eine Beförderung sind möglich, ebenso, dass das Arbeitspapier einfach ausläuft. Von seiner Arbeit soll und will sich nun Kahn ein Bild machen, so die Sportbild.

Hasan Salihamidzic

Ob Salihamidzic über 2020 hinaus in Verantwortung bleibt, und wenn ja, wie, ist noch offen


Schon dabei sind die Rollen klar verteilt, Kahn steht deutlich über Salihamidzic. Trotzdem kann es sein Glück sein, dass sich der dreifache Welttorhüter nicht unbedingt in der Rolle des Sportvorstands sehen soll, sondern eher als Verhandlungsperson im Hintergrund, die internationale Beziehungen aufbaut. Demnach könnte, sollte Kahn damit einverstanden sein, diese Rolle für seinen ehemaligen Teamkollegen reserviert sein.


Eberl statt Brazzo? 


Eine erneut genannte Alternative könnte auch Max Eberl sein. Kontakt stehe schon länger, heißt es, doch Eberl habe gezögert und abgesagt, weil er nicht zwischen Hoeneß und Rummenigge arbeiten wollte. Das könnte sich nun ändern, auch in Bezug auf Kahn. Die beiden haben sich bereits "kennengelernt", allerdings zufällig und schon vor über einem Jahr - also ohne Bezug auf mögliche Jobs beim deutschen Rekordmeister. Eberl wäre auch der Wunsch von Hoeneß, während Rummenigge für Philipp Lahm plädiert haben soll.


Es ist und bleibt zunächst spannend, ob und wie sich der FC Bayern in und mit den neuen Besetzungen der jeweiligen Gremien verändern wird. Welche genauen Rollen "die Neuen" übernehmen werden, sowohl Kahn, als auch Hainer - und was passiert am Ende mit Salihamidzic?