​Nach dem geplatzten Wechsel zu Juventus Turin steht Jerome Boateng Ärger ins Haus. Wie WDR und Süddeutsche Zeitung berichten, ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den ​Bayern-Verteidiger. Es geht um den Verdacht der gefährlichen Körperverletzung an seiner Ex-Freundin.


In einem Fall soll die Staatsanwaltschaft demnach bereits Anklage erhoben haben, in einem zweiten Fall befinde sich die Polizei noch in den Ermittlungen. 


"Die Staatsanwaltschaft München hat seit Herbst 2018 ein Verfahren gegen Jérôme Boateng wegen gefährlicher Körperverletzung geführt und nach umfangreichen Ermittlungen am 11. Februar 2019 Anklage zum Amtsgericht München erhoben. Überdies ermittelt die Polizei derzeit in einem weiteren Fall des Verdachtes der Körperverletzung zum Nachteil der gleichen Geschädigten", erklärte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft gegenüber der ARD. 


Richter ordnet weitere Ermittlungen an

Die Nebenklage der Geschädigten sei bereits zugelassen, so eine Sprecherin des Amtsgerichts München auf Nachfrage der ARD. Das Hauptverfahren befinde sich allerdings noch im sog. "Zwischenverfahren". Heißt: Der zuständige Richter habe noch nicht über die Zulassung der Anklage entschieden. Weitere Ermittlungen sollen für Klarheit sorgen.


Offenbar herrschen unterschiedliche Ansichten zwischen Gericht und Anklagebehörde. Boatengs Anwaltskanzlei mahnte ohnehin die Medien an, "sich nicht zum Spielball privater Interessen" machen zu lassen. Es gehe in diesem Fall um einen privaten Sachverhalt, "der im Wesentlichen auf unbewiesenen Behauptungen Dritter beruhe".


Für Boateng sind diese Medienberichte in jedem Fall ein äußerst unschönes Geburtstagsgeschenk. Der Weltmeister von 2014 wird am heutigen Dienstag 31 Jahre alt.