​​Borussia Mönchengladbach eröffnete am Freitagabend mit ​RB Leipzig den dritten Spieltag der Bundesliga und musste sich gegen die Sachsen letztendlich ​verdient mit 1:3 geschlagen geben. Dennoch ragte ein Spieler aus der Fohlenelf heraus: Denis Zakaria. Der Schweizer scheint sich im Mittelfeld der Borussia endgültig durchgesetzt zu haben.


Im Sommer 2017 verpflichtete Gladbach den damals 20-Jährigen für zwölf Millionen Euro von den Young Boys Bern. Zwei Jahre später ist der Mittelfeldabräumer am Niederrhein gesetzt und scheint als einziger Mittelfeldspieler eine Startelfgarantie zu haben. Bisher kam er in allen vier Pflichtspielen von Beginn an zum Einsatz - keiner seiner Mittelfeldkollegen spielte so häufig.


Denis Zakaria: Leistungsdaten bei Gladbach

​WettbewerbSpiele​Tore​Vorlagen
​Bundesliga​74​6​4
​DFB-Pokal​5​//​
​Gesamt​79​6​4

Gegen Leipzig konnte Zakaria zudem als einziger mit der Geschwindigkeit des dreifachen Leipzig-Torschützen Timo Werner mithalten. Nicht nur einmal holte der Schweizer den pfeilschnellen Stürmer ein. "Es ist schade, dass ich das nicht machen konnte, als er seine Tore gemacht hat. Aber ich kann nicht immer da sein", sagte Zakaria im Anschluss an das Spiel zu seinen Aktionen der Rheinischen Post (RP).


Doch Zakaria war oft da, wenn er gebraucht wird und fällt nicht nur in Gladbach auf. Laut der RP soll unter anderem Bayer 04-Sportdirektor Simon Rolfes ein großer Fan des Mittelfeldspielers sein und gerne einen Spielertypen wie den Schweizer in den eigenen Reihen wissen. Und auch Zakaria selber weiß um seine eigenen Stärken, gibt sich aber weiter ehrgeizig: "Ich arbeite jeden Tag dafür, um ein großer Spieler zu werden."


Systemumstellung? "Das hat gut funktioniert!"


Das Spiel seiner Borussia gegen Leipzig analysiert der 20-fache Nationalspieler der Eidgenossen zweigeteilt. Einerseits sei es das bislang beste Spiel der Fohlenelf in der laufenden Saison gewesen, andererseits sei es enttäuschend, keine Punkte geholt zu haben. Besonders die fehlende Spielkontrolle und die Effektivität vor dem gegnerischen Tor ärgern den 22-Jährigen. "Das hat uns gefehlt", so Zakaria. "Ansonsten war es aber in Ordnung." Mit der Systemumstellung auf ein 4-2-3-1 war er jedenfalls sehr zufrieden: "Das hat gut funktioniert. Wir haben gezeigt, dass wir in den Systemen variabel sind und dass auch diese Formation passt."


In der kommenden Länderspielpause ist Zakaria mit der Schweiz gegen Irland und Gibraltar auf der Jagd nach wichtigen Punkten für die laufende EM-Qualifikation. Anschließend geht es mit Gladbach im Derby gegen den 1. FC Köln in der Bundesliga weiter. Auch hier wird Denis Zakaria wieder zeigen wollen, wie ungemein wichtig er für seine Mannschaft geworden ist.