Beim Spiel zwischen Cagliari Calcio und Inter Mailand am Sonntagabend kam es zu einem erneuten Rassismus-Vorfall in der italienischen Serie A. Als Mailands Neuzugang Romelu Lukaku zum Elfmeter antrat, schallte es Affenlaute aus dem Block der Cagliari-Fans - nicht der erste Vorfall.


Als Romelu Lukaku in der 72. Minute zum spielentscheidenden Elfmeter antrat, konnte man sogar bei der TV-Übertragung die Geräusche aus dem Fanblock des Heimteams Calgliari Calcio entnehmen: Neben Pfiffen und sonstigem Geschrei waren eindeutig Affenlaute zu vernehmen, die sich gegen den belgischen Stürmer richteten. 


Lukaku verwandelte, würdigte die Fans eines kurzen, wütenden Blickes, ehe er mit seinen Teamkollegen das Tor feierte. Cagliari ist dabei nicht das erste Mal auffällig geworden. Bereits im April kam es zu solchen Geräuschen und Lauten gegenüber ​Moise Kean, der später zum FC Everton wechselte - derartige Vorfälle sollen Teil des Wechselwunsches gewesen sein. Und zuvor wurde auch Blaise Matuidi zum Opfer solcher rassistischen Attacken seitens Fans von Cagliari.


Es sind Szenen, die deutlich häufiger vorkommen, als man glauben und hoffen mag. Gerade die italienische Liga ist in den letzten Monaten und Jahren immer mal wieder durch solche menschenunwürdigen Entgleisungen aufgefallen. Ob es dieses Mal eine Strafe für den Verein geben wird, der bereits des Öfteren auffällig wurde (und bisher unbestraft blieb), ist ungewiss.