Beim ​FC Bayern München rücken aktuell die Stühle. So wurde unter der Woche verkündet, dass ​Uli Hoeneß seine Posten als Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender räumen wird. Freitag schließlich wurde zudem bekannt, dass zukünftig der ehemalige Bayern-Torwart und Vereinslegende ​Oliver Kahn zukünftig höhere Positionen im Verein einnehmen soll. FCB-Funktionär Edmund Stoiber begrüßt diese Entscheidung.


Der ehemalige Ministerpräsident Bayerns und aktuelle Vorsitzende des Verwaltungsbeirates des FCB äußerte sich im Doppelpass bei Sport1 zu den aktuellen Personalentscheidungen. So berichtet der 77-Jährige von langen Überlegungen zu der Causa Kahn, da man sich auch mit dem Gedanken beschäftigte, einen erfahrenen Manager von außerhalb des Vereins zu engagieren.


Das die Wahl jedoch auf Kahn fiel, findet Stoiber allerdings sehr gut. "Kahn hat im Aufsichtsrat eine brillante Performance, eine brillante Präsentation hingelegt", so der Ex-Politiker, der sich den Ex-Torwart daher auch gut in höheren Positionen vorstellen kann. Kahn wird ab Jahresbeginn 2020 in den Vorstand des FCBs einbezogen und soll ein Jahr darauf den Posten von Karl-Heinz Rummenigge als Vorstandsvorsitzenden übernehmen.


"Keine öffentlichen Ratschläge" mehr von Hoeneß


Zum Ende der Ära Hoeneß äußert sich Stoiber deutlich. Es habe keine heftigen Differenzen zwischen Hoeneß und Rummenigge zu dem Abtritt der Vereinsikone geführt, so Stoiber. Zudem schließt er einen vollständigen Rückzug von Hoeneß aus. Hoeneß werde da sein, "wenn er um Rat gefragt wird". Jedoch werde er von Äußerungen gegenüber der Presse absehen. "Er wird den Verantwortlichen, die in der Öffentlichkeit stehen, mit Sicherheit keine öffentlichen Ratschläge zu geben."