Raphael Guerreiro wird ​Borussia Dortmund kurz vor dem Ende der Transferperiode offenbar doch nicht verlassen, wie Michael Zorc auf Nachfrage der WAZ erklärte. Allerdings ließ sich der Sportdirektor eine Hintertür offen.


Die Zukunft des Portugiesen entwickelte sich zuletzt immer mehr zu einer Hängepartie. Guerreiros Vertrag endet im Sommer 2020, seit Monaten bemühen sich die Verantwortlichen um eine Verlängerung mit dem flexiblen Mittelfeldspieler, der unter Lucien Favre gesetzt ist. Noch aber konnten sich beide Parteien nicht miteinander einigen, weshalb Medienberichten zufolge ein Transfer im Raum stand, ​sollte er sich nicht zeitnah für eine Verlängerung beim Vizemeister entscheiden.


Immer wieder wird ​Paris St. Germain als Abnehmer gehandelt, der WAZ zufolge könne sich der französische Serienmeister die kolportierte Ablösesumme über 25 Millionen Euro aber nur leisten, sollte vorher noch ein Spieler abgegeben werden. Grund hierfür seien die drohenden Sanktionen des Financial Fairplay der UEFA.


"Stand jetzt" bleibt Guerreiro beim BVB


​Aus Spanien, berichtet die WAZ, habe es zuletzt geheißen, dass sich auch Atlético Madrid mit Guerreiro befassen soll. Allerdings gilt es laut Zorc aktuell nicht als unwahrscheinlich, dass er auch in dieser Saison ein Borusse bleiben wird: "Stand jetzt ist es so, dass er bei uns bleibt", so der 57-Jährige unter Vorbehalt.

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  Lucien Favre (Foto) hätte gegen einen Verbleib von Raphael Guerreiro wohl nichts einzuwenden



Garantieren wollte er einen Verbleib nämlich nicht. Stattdessen hänge dieser davon ab, ob "noch jemand kommt und ein gigantisches Angebot macht. Aktuell", versicherte er wiederum, "liegt nichts auf dem Tisch, worüber wir befinden müssten."


Noch auf der Pressekonferenz am Donnerstag offenbarte Zorc, ​dass die Gespräche mit der Spielerseite laufen. Einen "finalen Stand" gebe es aber nicht. Bis zu einer endgültigen Entscheidung dürften noch einige Tage oder Wochen vergehen, und trotz der bisher gescheiterten Verlängerung ist eine langfristige Zukunft des Portugiesen beim BVB noch nicht vom Tisch. ​Das Beispiel Timo Werner zeigt, dass sich Hartnäckigkeit auszahlen kann