​Mit sieben Punkten ist der ​FC Bayern München in die neue Saison gestartet. Nach dem eindrucksvollen Sieg gegen den ​FSV Mainz geht der Rekordmeister mit viel Selbstvertrauen in die Länderspielpause, doch noch gelingt den Bayern durchaus nicht alles. Sowohl einzelne Akteure als auch die Mannschaft müssen noch zulegen.


Aktuell stehen die Münchner auf dem zweiten Tabellenplatz, einen Fehlstart hat der Klub nicht hinnehmen müssen. Bis auf das Unentschieden zum Saisonauftakt gegen ​Hertha BSC konnte stets die maximale Punkteausbeute eingefahren werden. Doch neben einigen Mutmachern, vielversprechenden Verstärkungen und einem unbändigen Torjäger lassen die Bayern noch einige Dinge vermissen.


Allen voran geht es dabei natürlich um die Leistung einiger Stars, die bisher kaum überzeugen konnten. So zum Beispiel Philippe Coutinho, der seine Startelf-Premiere gegen Mainz feierte. Doch im Gegensatz zu seinen Mitspielern war er deutlich weniger am System oder der Spiel-Kreierung beteiligt. Zudem sei sein Fitness-Level noch nicht auf dem der anderen Leistungsträger.

Philippe Coutinho

Philippe Coutinho ist noch nicht wirklich in München angekommen



Trainer Niko Kovač sprach nach der Partie über den Brasilianer: „Er hatte gute Momente, gerade mit dem Ball, da hat er ein, zwei Tiefenpässe gespielt, wo es sofort gefährlich geworden ist. Wir wissen aber, dass er noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist." Noch ist dem Flügelspieler deutlich anzumerken, welch anstrengender Sommer hinter ihm lag.


Die Mannschaft offenbart noch zu viele Schwachstellen


Zudem braucht es noch einige Zeit, bis sich das Team komplett findet. Dieser Prozess ist zum Saisonbeginn durchaus natürlich, doch immer wieder traten bei den Bayern ungeahnte Schwächen auf. So braucht beispielsweise die Defensive relativ lang, um in das Spiel zu finden. Dies war gegen die Hertha und Mainz besonders anzumerken​, so kam beispielsweise der FSV nach nur sechs Minuten zur Führung.


Doch auch von einigen Offensiv-Akteuren kam bisher deutlich zu wenig. Etwas überraschend liefen sogar einige Profis den gestandenen Stars den Rang ab. Sowohl Thomas Müller oder Serge Gnabry waren nicht in der Startaufstellung gegen die Mainzer zu finden, Neuzugang Ivan Perišić und der Youngster Alphonso Davies kamen im Gegensatz dazu auf ihre Einsatzzeit. Es muss also noch mehr kommen, nämlich von den Spielern, die sich vor der Saison als Führungsspieler ausgemacht haben.

FC Bayern Muenchen v 1. FSV Mainz 05 - Bundesliga

Trotz ein paar Schwachstellen zeigten die Bayern gegen Mainz eine gute Leistung



Doch neben wenigen Baustellen und individuellen Leistungen, muss deutlich fest gehalten werden, dass sich der FCB immer weiter findet. Einen 6:1-Sieg nach einem Rückstand einzufahren, zeugt von viel Reife und einer großen Qualität im Kader. Selbst als Robert Lewandowski lange abgetaucht war, sorgten andere Akteure für gefährliche Momente, die schließlich auch zu Toren führten. 


Niko Kovač bindet sowohl die Neuzugänge als auch vorherigen Stammspieler gut ein und formt so langsam eine etablierte Stammelf. Die Leistungen wurden im Vergleich zum Saisonstart immer besser, nach der zweiwöchigen Pause dürften die Bayern noch stärker zurückerwartet werden. Da der große Konkurrent ​Borussia Dortmund patzte, ist die Motivation beim Rekordmeister weiterhin groß.


Die nächsten Wochen werden zeigen, ob sich die Mannschaft weiter entwickeln kann. Wenn es in die ersten englischen Wochen geht, muss die Mannschaft noch gefestigter wirken. Der Saisonstart verspricht allerdings einiges und dürfte ein warnendes Zeichen an die Konkurrenz sein. Denn Lewandowski und Co. kommen so langsam ins Rollen und werden ihrem Status gerecht.