Die Europa League im Rücken, ​Fortuna Düsseldorf vor der Brust - ​Eintracht Frankfurt, das weiß Trainer Adi Hütter, steht vor einem gelungenen Start in die Saison 2019/20. Um diesen zu vollenden, fordert der Österreicher volle Konzentration auf das Heimspiel gegen die Fortuna, die sich mit allen Kräften wehren wird.


29 Heimspiele erlebte Adi Hütter als Trainer der Frankfurter Eintracht, ​die bisherige Bilanz kann sich durchaus sehen lassen: 17 Mal gingen seine Adler als Sieger vom Platz, je sechs Mal gab es ein Unentschieden beziehungsweise eine Niederlage. 


In dieser Saison gewann die Eintracht alle vier Heimspiele, in Partie Nummer fünf soll demzufolge der nächste Sieg her (via ​eintracht.de): "Mit einem Sieg könnten wir einen nahezu perfekten Saisonstart hinlegen mit den Weiterkommen in Pokal und Europa League", weiß Hütter, der wohl auch aufgrund einiger wackeliger Auftritte wie im DFB-Pokal bei Waldhof Mannheim (5:3) oder im Playoff-Hinspiel der Europa League bei Racing Straßburg (0:1) vor Leichtsinn warnt: "Dafür müssen wir wie immer an unsere Leistungsgrenze gehen. Wir können uns gegen niemanden erlauben, nur 90 Prozent zu geben."


7:1? "Kann mir nicht vorstellen, dass das nochmal passiert"


An das letzte Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf dürfte er sich heute noch gerne erinnern. In einer Saison mit vielen Sternstunden feierte die Eintracht einen 7:1-Erfolg, Luka Jovic erzielte dabei einen Fünferpack. Kantersiege, ob mit sieben Toren, wie es in seiner Zeit bei Young Boys Bern mehrere Male der Fall war, oder auch mit zehn Treffern wie beim 10:1 mit Red Bull Salzburg gegen den 1. SC Ollenau im ÖFB-Cup, sind ihm nicht fremd, Alltag sind sie aber keineswegs: "Das Spiel im vergangenen Jahr war sicher außergewöhnlich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das in jener Art und Weise nochmal passiert."

Luka Jovic

Dass Luka Jovic heute das Trikot von Real Madrid trägt, ist kein Wunder. Der Torjäger legte beim 7:1 über Fortuna Düsseldorf den Grundstein für eine phänomenale Saison.


Statt auf den 19. Oktober 2018 zurückzublicken, will er sich "der Stärken wie Schwächen des Gegners" bewusst werden. An einen "Selbstläufer" glaubt er trotz der Verletzungssorgen der Düsseldorfer nicht, schließlich habe die Mannschaft trotz aller Umstände erst vor zwei Wochen in Bremen bewiesen, dass sie auch in der Fremde überraschen kann. "Wir müssen alle Kräfte mobilisieren", mahnt er im Wissen, dass diese "mit Sicherheit vorhanden" ist.


Sow und Dost vor Debüt


Anders als bei der Fortuna kann sich die Eintracht kaum über Verletzungen beklagen. David Abraham fehlte am Donnerstag aufgrund muskulärer Probleme, gilt aber durchaus als Option für Sonntag. Auch die Neuzugänge Djibril Sow und Bas Dost stehen vor ihrer Premiere: "Er befindet sich seit fast zwei Wochen im Trainingsprozess. Ich bin letztlich froh, dass es am Ende schneller gegangen ist, als ich gedacht hatte", sagt Hütter über Sow, der in der Vorbereitung einen Anriss der Sehne erlitt. Dost, der gegen Straßburg nicht spielberechtigt war, werde "wahrscheinlich" auf dem Platz stehen - ob er auch in der Startelf stehen wird, ließ Hütter offen. 

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 Der gewünschte Torjäger: Jubelt Bas Dost bereits am Sonntag für die Eintracht?


Neun Pflichtspiele hat die Eintracht bereits hinter sich, neben den beiden Niederlagen gegen Straßburg und RB Leipzig (1:2) stehen sieben Siege zu Buche. "Natürlich möchten wir uns die Woche mit einem Sieg versüßen", so Hütter, der mit seiner Mannschaft kurz nach der Länderspielpause Arsenal empfängt - und das neu begonnene Europapokalmärchen fortführen will: "Die gestrigen Eindrücke waren großartig. Nicht zuletzt haben wir das Spiel absolut verdient gewonnen. Ich denke, auch bei der UEFA haben sich viele gefreut, dass die Eintracht im Wettbewerb vertreten ist, weil wir die Europa League zu 100 Prozent annehmen und mit unseren Fans begeistern."