So mancher Fan von Borussia Dortmund dürfte sich am Donnerstagmorgen darüber gewundert haben, dass mit Axel Witsel, Julian Brandt und Mahmoud Dahoud gleich drei Akteure beim Mannschaftstraining fehlten. Auf der Pressekonferenz vor dem Bundesligaspiel gegen Union Berlin gab Lucien Favre Entwarnung: Wie der Trainer erklärte, wurde das Trio aus Belastungsgründen geschont. Fragezeichen stehen derweil noch immer hinter Raphael Guerreiro, allerdings betreffen diese dessen Zukunft.


Anders als Mario Götze, der am heutigen Donnerstag eine Laufeinheit absolvierte, blieben Witsel, Brandt und Dahoud gänzlich vom Trainingsplatz fern. Nach einem intensiven Saisonstarte fehlte das Trio aus Belastungsgründen, ein Einsatz gegen den Aufsteiger aus Köpenick ist keineswegs gefährdet: "Es war geplant, dass sie heute nicht mittrainieren. Sie sind alle fit", betonte Favre.

Nach seiner Einwechslung im Auswärtsspiel beim 1. FC Köln (3:1) avancierte Brandt zum Matchwinner. Mit dem Nationalspieler stellte Favre auf ein 4-1-4-1 System um, wodurch Brandt gemeinsam mit Marco Reus immer wieder in die freien Räume, die ihnen der FC durch das laufintensive Pressing bot, eindringen konnte. Auf die Frage, ob er es sich noch einmal leisten könne, auf Brandt in der Startaufstellung zu verzichten, ließ sich Favre nicht in die Karten blicken: "Ich weiß noch nicht, wer spielt, welches System. Wir überlegen, was die beste Lösung ist. Wir müssen bis morgen warten, bis eine Entscheidung kommt."


Gespräche mit Guerreiro in vollem Gange


​Ähnlich bedeckt hielt sich auch Sportdirektor Michael Zorc bei der Frage nach Raphael Guerreiro. Der Vertrag des Portugiesen, 
​der noch immer mit Paris St. Germain in Verbindung gebracht wird, endet im kommenden Sommer, Medienberichten zufolge verpassten ihm die Verantwortlichen ein Ultimatum, um einen ablösefreien Transfer zu vermeiden. "Da gibt es keinen finalen Stand", erklärte Zorc, "wir hatten gestern Mitarbeiterfest, da habe ich kurz mit ihm sprechen können. Wir sind mit ihm in Gesprächen."

Abgeschlossen, so Zorc, sind die Aktivitäten auf dem Transfermarkt ohnehin nicht: "Es gibt noch die ein oder andere Frage, die noch zu beantworten ist. Das klären wir bis Montag." Angesprochen auf weitere mögliche Transfers, antwortete Zorc: "Das kann noch sein."