Der SV Werder Bremen hat aufgrund diverser Verletzungen dringenden Handlungsbedarf in der Defensive. Könnte Michael Lang von Borussia Mönchengladbach das angespannte Personalproblem lösen? Ganz abgeneigt scheint er nicht zu sein.


Im Sommer 2018 war Michael Lang für eine geschätzte Ablösesumme von 2,8 Millionen Euro vom Schweizer Top-Klub ​FC Basel in die deutsche Bundesliga zu ​Bo​russia Mönchengladbach gewechselt. Doch nach nur einer Saison könnte er wieder die Biege machen. 


Ein Interessent kommt direkt aus der deutschen Bundesliga: Der ​SV W​erder Bremen möchte den Außenverteidiger laut Deichstube gerne verpflichten. Lang könnte den Werderanern auch sofort helfen, da sie enorme Personalprobleme in der Defensive haben.


Mit Ludwig Augustinsson (Knie-OP), Ömer Toprak (Muskel-Sehnen-Verletzung), Milos Veljkovic (Verletzung am Zeh) und Sebastian Langkamp (Muskelfaserriss) fehlen gleich vier wichtige Leistungsträger in der Defensive.


Lang ist nicht abgeneigt

Auf die Gerüchte angesprochen, sagt der Rechtsverteidiger gegenüber GladbachLIVE: "Es könnte eine Möglichkeit sein, weil sie in der Defensive ein paar Ausfälle​ haben. Auch vom Verein her klingt Bremen sehr gut, Werder kommt sehr sympathisch rüber."


Der Sportchef von Werder Bremen, Frank Baumann, meinte am Dienstag gegenüber dem Express, dass sie "definitiv einen Außenverteidiger verpflichten werden. Es gibt bereits den einen Kandidaten, den wir verpflichten wollen." Ob es sich dabei um Lang selbst handelt, hat er nicht dezidiert gesagt, darf aber stark angenommen werden.


Im Lager der Gladbacher ist man diesbezüglich noch zurückhaltender. "Wir warten ab, was noch passiert. Wir wünschen uns für Michael, dass er eine gute Lösung für sich findet. Wenn nicht, ist er ein komplettes Mitglied unseres Kaders", so Sportdirektor Max Eberl.


Lang: "Nicht zu Tode betrübt"

Der Außenverteidiger kann bislang auf 30 Länderspiele in der Schweizer Nationalmannschaft zurückblicken und hat 35 Europacup-Partien absolviert. In der deutschen Bundesliga kam er in den ersten drei Pflichtspielen in dieser Saison nicht über die Rolle des Reservisten hinaus. 


Der Schweizer hat in Gladbach noch einen Vertrag bis 2022. Sollte es nicht zu einer Einigung zwischen Gladbach und Bremen kommen, meint er ganz diplomatisch: "Wenn ich am 03. September noch hier bin, dann ist es nicht so, dass ich jeden Tag zu Tode betrübt zum Training kommen würde."