1:0-Hinspielpleite für Eintracht Frankfurt im Hinspiel der Europa-League-Playoffs. Racing Straßburg sicherte sich im heimischen Stadion den knappen Sieg, vor allem dank einer guten ersten Hälfte. Die Eintracht dagegen, zeigte erst im zweiten Durchgang ihr "Europa-Gesicht". Kamada hatte die beiden besten Chancen für die SGE und hätte durchaus einen Handelfmeter bekommen müssen.


Playoff-Hinspiel für die Europa-League-Gruppenphase. Die ​Eintracht wollte in Straßburg die Grundlage für die Europa-Tour 2.0 schaffen und ging als leichter Favorit in das Duell gegen den französischen Ligapokalsieger.


In der Startelf von Adi Hütter war Luca Torro die einzige Veränderung im Vergleich zum Bundesliga-Auftaktsieg gegen Hoffenheim. Sebastian Rode blieb dagegen erneut nur die Bank. Der Rückkehrer sei "noch nicht bei 100 Prozent".

Die mitgereisten SGE-Anhänger sorgten wie gewohnt für glänzende Stimmung, aber auch die Straßburg-Fans sorgten für einen echten Hexenkessel. Die erste Chance hatten dann auch die Gastgeber. In der 13. Minute tauchte Lienard frei vor Trapp auf, traf aber nur das Außennetz. Straßburg war in der Anfangsviertelstunde die bessere Mannschaft.

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Hart umkämpftes Duell: Hinteregger (r.) im Zweikampf mit Lala


Und auch in der Folge blieb Straßburg gefährlich. In der 33. Minute sorgte dann ein Eckball für den Eintracht-Rückstand. Da Costa bekam die Flanke unglücklich an den Körper, von da sprang der Ball vor die Füße von Zohi, der den Ball über die Linie drücken konnte.


Mit der knappen Führung der Franzosen ging es dann auch in die Pause - leider aus Sicht der SGE verdientermaßen.


Die Eintracht begann Durchgang zwei mit den eingewechselten Goncalo Paciencia und Sebastian Rode deutlich schwungvoller. Da Costa setzte sich in der ersten Minute gut durch und legte von der Grundlinie gut zurück auf Kamada, der aus kurzer Distanz aber an Straßburg-Keeper Sels scheiterte.


Nur vier Minuten später wieder Kamada mit der nächsten ganz dicken Chance. Kamada wackelte im Sechzehner die Abwehr aus, der grätschende Djiku wehrte den Ball mit dem Arm aber neben den Pfosten ab. Schiedsrichter Ivan Kruzliak ließ weiter laufen. In der Europa League gibt es leider keinen Videobeweis - sonst hätte es wohl Elfmeter gegeben.

Nach rund einer Stunde drückte die Eintracht weiter, doch Straßburg stand jetzt sehr tief und machte die Räume eng. Die SGE biss sich immer wieder die Zähne an den kompakten Franzosen aus, Torchancen blieben Mangelware.


Am Ende nützte das Anrennen in den zweiten 45 Minuten nichts mehr, es blieb beim äußerst unangenehmen 1:0 für Straßburg. Eine gute Ausgangsposition für die Franzosen. Und dennoch: Die Eintracht ist in der heimischen Arena immer in der Lage auch drei Tore zu schießen (sollte Straßburg treffen).


Die Hütter-Truppe muss dann den Schwung vom zweiten Abschnitt mitnehmen. Es bleibt ein enges und spannendes Duell. Zuvor steht für die SGE aber das schwere Auswärtsspiel in der Bundesliga in Leipzig an. Am Sonntag steigt die Partie bei den Roten Bullen um 15.30 Uhr.