​Martin Hinteregger hat am vergangenen Wochenende für Schlagzeilen gesorgt - allerdings nicht nur wegen seines Treffers zum 1:0-Sieg gegen Hoffenheim, sondern auch wegen der Einnahme einer Tablette. Die Nationale Anti-Dopingagentur (NADA) wurde anschließend auf den SGE-Profi aufmerksam.


Im Spiel gegen die TSG wurde Hinteregger von einem bösen Krampf geplagt. "Der Krampf meines Lebens", teilte der Innenverteidiger nach Abpfiff mit. Der 26-Jährige war noch während des Spiel behandelt worden - ​neben einer Akupunktur-Nadel wurde Hinteregger auch eine Tablette verabreicht. Laut Klubangaben handelte es sich dabei um hochdosierte (erlaubte!) Kohlenhydrattablette.


NADA ermittelt gegen Hinteregger


Dennoch meldete sich die NADA zu Wort und kündigte Untersuchungen gegen den Frankfurter an. "Uns stört der gesamte Vorgang und vor allem die Signalwirkung, die davon ausgeht. Da kriegt jemand eine Tablette und es geht ihm schlagartig wieder gut. Unsere Aufgabe ist es aufzuklären. Da geht es um Doping, aber auch um Medikamentenmissbrauch", so NADA-Vorstand Lars Mortsiefer zur Bild.


Genau diese Aussage brachte ​Eintracht-Coach Adi Hütter auf die Palme. Auf der Pressekonferenz vor dem Europa-League-Spiel gegen Straßburg nannte der 49-Jährige die Stellungnahme der NADA "respektlos". 


Hütter nimmt die SGE-Ärzte in Schutz


Hütter verteidigte sein Ärzteteam vehement (via Bild): "Ich möchte unsere Ärzte in Schutz nehmen. Sie (die NADA, Anm.) sollen sich das gerne alles nochmal genau anschauen. Martin, die Ärzte und wir alle zusammen haben ein reines Gewissen. Wir begrüßen die NADA immer bei uns, weil wir für fairen Sport stehen."


Vor allem das Vorgehen der NADA störte den Erfolgscoach der Frankfurter sehr: "Dass ein leitender Funktionär der NADA eine Aussage tätigt und dem nachgegangen wird, finde ich absolut in Ordnung. (...) Was mich aber stört ist, dass man eine Aussage tätigt, bevor man dem Ganzen nachgeht."