Besonders während der Heimspiele wird die Südkurve des ​FC Bayern München im Vergleich zu den Fankurven von Borussia Dortmund, Eintracht Frankfurt oder Schalke 04 oftmals als leise Anhängerschaft betitelt. Im Hintergrund arbeiteten die Fans jedoch umso intensiver an eigenen Wünschen und Ideen, wie BILD berichtet. 


In den vergangenen Monaten hat sich so einiges hinter den Kulissen getan. Statt Auswärts- und Ausweichtrikots in Blau oder Mintgrün sind rot-weiß-rote Trikots wieder der vorherrschende Standard beim FC Bayern, kurz vor Spielbeginn ertönt nun ein anderes Lied in den Lautsprechern der Allianz Arena und auch die Torhmyne wurde abgeändert. Statt 'Seven Nation Army' war bei beiden Treffern von Robert Lewandowski im Auftaktspiel gegen Hertha BSC Berlin 'Cancan' von Jacques Offenbachs Operette 'Orpheus in der Unterwelt' zu hören - wie zu früheren Zeiten im altehrwürdigen Olympiastadion.

Franck Ribery,Arjen Robben

   Die Ultra-Gruppierungen des FC Bayern haben fleißig an den Vorbereitungen für die neue Saison teilgenommen.


Durchgesetzt haben dies die Ultra-Gruppierungen Club Nr. 12, Schickeria München, Munich's Red Pride und Red Fanatic München. "Das ein oder andere Schmankerl, das wir noch aus den Lautsprechern zu Zeiten im Olympiastadion kennen, wird wieder im Programm aufgenommen", kündigte die ​Südkurve München auf ihrer Website bereits am Donnerstag vor der Partie an, und hat dabei nicht zu viel versprochen. Vor Spielbeginn wird nun 'Mia san die Bayern' angestimmt, passend dazu plant die Südkurve künftig eine "rot-weiße Schalparade."


Das war aber noch nicht alles: Seit einem Jahr dürfen die Fans die Arena vor den Blöcken mit Wandgemälden nach eigenem Belieben verzieren, zudem vermachte die Kurt-Landauer-Stiftung dem Klub eine Bronze-Statue des einstigen Vereinspräsidenten an der Säbener Straße. Auch das Grab des 1961 verstorbenen Landauer wurde mit Hilfe von Fan-Spenden restauriert. "Es ist eine überragende Idee der Kurt-Landauer-Stiftung, dass sie dem FC Bayern dieses Geschenk gemacht haben. Jetzt ist der Kurt wieder da, wo er hingehört – an der Säbener Straße", freut sich Uli Hoeneß.