​Denis Zakaria geht in seine dritte Spielzeit am Niederrhein. Der 22-jährige Schweizer Nationalspieler soll in dieser Saison den nächsten Schritt machen - hin zum absoluten Leistungsträger bei den Fohlen. Die Vorzeichen unter seinem neuen Trainer Marco Rose scheinen dafür optimal zu sein. Gelingt der endgültige Durchbruch dabei auf einer neuen Position?


Über die Systemumstellung bei ​Borussia Mönchengladbach unter Trainer-Shootingstar Marco Rose wurde lang und breit gesprochen: Die Fohlen spielen 19/20 mit einer Mittelfeldraute, das machte der Coach von Beginn an unmissverständlich klar. Passend zum neuen System tummeln sich am Niederrhein die Kandidaten in der Zentrale - allen voran Denis Zakaria, der als Kandidat für eine der beiden Achter-Positionen galt und weiterhin gilt.


Im DFB-Pokal gegen Sandhausen lief er dort auch von Beginn an auf, zum ​Bundesliga-Start gegen Schalke war der 20-fache Nationalspieler aber plötzlich auf der Sechs vor der Abwehr zu finden. Zugegeben, völlig neu ist diese Postion für Zakaria natürlich nicht. Die Ausfälle von Christoph Kramer und Tobias Strobl veranlassten Rose zum Rollentausch des Schweizers.


Zukunft auf der Sechs? Dickes Lob von Rose


Und Zakaria machte seine Sache mehr als ordentlich. So ordentlich, dass u.a. der kicker nun darüber spekuliert, ob vor der Abwehr die Zukunft des Schweizers liegt. Dynamik und Zweikampfstärke sind dessen Sache - und auf der Sechs besonders gefragt. 


"Denis hat es hervorragend gemacht. Er hat es ja in der Vorbereitung nicht so oft gespielt, gegen Angers mal als alleinige Sechs. Aber es hat uns gut getan, wie er vor der Abwehr abgeräumt und gute Angriffe inszeniert hat. Eine starke Leistung", war Rose gegenüber dem kicker sehr Zufrieden mit Zakaria.


Als etwas offensiverer Part in einer Doppelsechs also zum alleinigen Abräumer? Die Qualitäten hätte Zakaria in jedem Fall dafür. Aber viele von eben diesen Qualitäten könnten dort auch verschenkt sein.


Zakaria auf der Acht eine Wucht!


Auf lange Sicht gesehen sollten Rose und Gladbach besser damit fahren auf Kramer oder Strobl vor der Abwehr zu setzen. Zakaria ist auf der Acht davor noch ein wenig besser aufgehoben. Denn mit seiner enormen Wucht und Dynamik verkörpert er wie kein anderer Spieler im Kader den Begriff "Box-to-Box-Spieler". Gerade im Power-System von Marco Rose kann er hier seine Stärken noch besser ausspielen. Die Zukunft von Zakaria sollte ganz klar auf der Halbposition der Fohlen-Raute liegen!


Gut und wichtig, dass Strobl nicht länger ausfallen wird. Rose gab bereits Entwarnung: "Tobi hat ein MRT gemacht. Es ist nichts Strukturelles, nichts kaputt. Er hat ein bisschen Blut und Flüssigkeit im Knie, das müssen wir behandeln. Ich glaube, dass er nicht länger ausfallen wird."


Zakaria wird also schon bald wieder seine Stärken an beiden Enden des Spielfelds ausleben können. Und von einem waschechten, defensiven Sechser abgesichert werden.