​Der ​FC Schalke 04 hat seine Kaderplanungen auch unmittelbar vor dem Ligastart an diesem Wochenende noch nicht ad acta gelegt und plant offenbar, mit Pablo Insua einem Spieler den Abgang zu ermöglichen, der sich bislang in der Defensive der Knappen noch überhaupt keinen Namen machen konnte. Gleich zwei Interessenten aus seiner spanischen Heimat sollen die Fährte aufgenommen haben.


Als Insua im Sommer 2017 von Deportivo La Coruna nach Gelsenkirchen transferiert worden war, hatte man sich auf Schalke von dem Verteidiger eine Menge erhofft. Auch aufgrund zahlreicher Verletzungen inklusive monatelang andauernden Herzproblemen, konnte der mittlerweile 25-Jährige aber nie wirklich Fuß fassen und wurde daher bereits in der vergangenen Spielzeit an den spanischen Klub SD Huesca verliehen.

Angel Correa,Pablo Insua

In Spanien konnte Insua wieder Spielpraxis sammeln



Da das Leihgeschäft aber nur auf eine Saison begrenzt war, musste Insua in diesem Sommer wieder nach Deutschland zurückkehren. Anstatt mit gestiegenem Selbstbewusstsein im zweiten Anlauf in der Bundesliga durchzustarten, spielt der Innenverteidiger aber auch in den Planungen des ​neuen Schalke-Trainers David Wagner überhaupt keine Rolle und gilt daher bereits seit geraumer Zeit als Streichkandidat.


Höheres Standing in der Heimat


Laut der spanischen AS soll Insua bei seinen beiden Ex-Klubs hingegen einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben und so rangeln sich Deportivo und Huesca derzeit regelrecht um die Dienste des Abwehrspielers. 


Das Spielerprofil von Pablo Insua:

Position​​IV
​Alter​25
​Nationalität​spanisch
​Schalke-Spiele​1
​Marktwert​1,5 Mio. Euro
​Vertragslaufzeit​30.06.2021

(Marktwert laut transfermarkt.de)


Obwohl beide Klubs sich dem Bericht zufolge nur auf ein Leihgeschäft einlassen wollen, werden Huesca aus S04-Sicht aber dennoch derzeit leicht bessere Chancen eingeräumt.​ Die Verantwortlichen des spanischen Zweitligisten sollen im Gegensatz zu ihren Kollegen bei Deportivo nämlich dazu bereit sein, in ihrem Angebot eine Kaufpflicht einzubauen. Die Konkurrenz will eine solche Klausel von der Anzahl der Einsätze abhängig machen.


Wer die lange Verletztenakte des Schalke-Profis kennt, ​die in diesem Jahr auch einen Kreuzbandriss beinhaltete, weiß, dass dieser Vertrauensbeweis auch bei Insua selbst gut ankommen dürfte. Klar erscheint so oder so, dass die Kaderplaner von S04 auf so ziemlich jedes halbwegs akzeptable Angebot eingehen werden. Einen aussortierten Spieler von der Gehaltsliste zu streichen, gehört schließlich zu der Lieblingsbeschäftigung eines jeden ambitionierten Sportdirektors.