Das Thema Michael Cuisance ist bei Borussia Mönchengladbach in den vergangenen Tagen immer weiter in den Vordergrund gerückt. Der 19-Jährige fordert eine Einsatzgarantie, gewähren will man ihm diese in Anbetracht der großen Konkurrenz aber nicht. "Es ist ein Thema, das uns belastet", erklärte Sportdirektor Max Eberl laut kicker auf der Pressekonferenz am Donnerstag. Eine Trennung noch in diesem Sommer ist durchaus im Bereich des Vorstellbaren.


In seinem ersten Jahr am Niederrhein zählte Cuisance mit knapp 1.200 Bundesligaminuten zu den positiven Überraschungen einer durchwachsenen Saison, doch in der abgelaufenen Spielzeit machte der französische U20-Nationalspieler nur selten durch gute Leistungen auf dem Platz von sich reden. Dieter Hecking gewährte ihm lediglich elf Kurzeinsätze, Cuisance tauchte infolgedessen aufgrund des großen Konkurrenzkampfes und der erfolgreichen Hinrunde ab.

​In der vergangenen Woche nahm die Zukunft des 19-Jährigen überhand. ​Angeblich wolle der FC Bayern München den Mittelfeldspieler an die Isar locken, ohnehin wird er immer wieder mit einem Wechsel in Verbindung gebracht. Im Vordergrund steht das Bestreben nach regelmäßiger Spielpraxis, die ihm in Gladbach nicht garantiert werden kann - denn dort steht das Leistungsprinzip an oberster Stelle. Stammplätze gibt es nicht. "Seine Unzufriedenheit ist schon überraschend für einen 19-Jährigen, der einen sicheren Stammplatz fordert, obwohl den bei uns keiner sicher hat", zeigte sich Eberl beim Rheinischen Gipfel, einer Presseveranstaltung der Rheinischen Post​verwundert über die Forderungen von Cuisance.


Trennung vorstellbar - Eberl denkt nicht an Ersatz


Auch am Donnerstag wurde der Sportdirektor wieder auf den gebürtigen Straßburger angesprochen. Mit dessen Management habe man "viele Gespräche geführt", weshalb man nun die nächsten Schritte abwarten wolle. Dabei machte Eberl deutlich, dass kein Szenario grundsätzlich ausgeschlossen wird - weshalb Cuisance den Klub womöglich noch bis zum zweiten September, wenn das Transferfenster schließt, verlassen wird: "Wenn ich davon spreche, man müsse schauen, wohin die Reise geht, dann bedeutet es, dass alle Türen offen sind. Man will einen Kader mit super Spielern, man will aber auch einen Kader, in dem alles passt und funktioniert. Es ist unsere Aufgabe, das zu bewerkstelligen, deshalb: Alles ist möglich."

Max Eberl

   Schließt auch einen Verkauf von Michael Cuisance nicht aus: Sportdirektor Max Eberl



Derzeit misst der Kader 31 Spieler, alle Mannschaftsteile sind in den Augen des Sportdirektors ausreichend besetzt. Dementsprechend dürfe man nicht davon ausgehen, dass man sich im Falle eines Transfers nach einem Ersatz umsieht: "Zwingend notwendig wäre es nicht", erklärte Eberl, "wir haben einen Kader, mit dem wir erreichen können, was wir uns vorstellen."


Lang-Abschied: Max Eberl gibt Update


Angesprochen auf Michael Lang konnte Max Eberl noch nichts Unterschriftsreiches vermelden: "Es gibt Anfragen für Michael Lang. Aber der Spieler muss erstmal eine Entscheidung fällen, was er möchte. Wir gehen offen und ehrlich mit unseren Spielern um", betonte Eberl.