​Bereits Anfang Juli gab es das Gerücht zu hören, nun ist es wieder heiß geworden: ​Bayer 04 Leverkusen soll sich intensiv mit Kaspar Dolberg von Ajax Amsterdam beschäftigen. Der dänische Stürmer soll die Offensive der Werkself weiter ergänzen. Doch das Gerücht trifft auf viel Skepsis. Was ist dran am Sommerflirt Dolberg?


Das Gerücht

Lange sah es so aus, als dass Ajax sein Sturmjuwel mit aller Kraft halten wolle. Doch die hohe Konkurrenzsituation ​in Amsterdam soll nun zu einem Umdenken geführt haben. So sollen Dolberg keine Steine in den Weg gelegt werden, wenn ein passendes Angebot auf dem Tisch liegt. Laut der dänischen Ekstra Bladet nach sollen die Forderungen für den 13-maligen Nationalspieler inzwischen nur noch bei sechs Millionen Euro liegen.

Kasper Dolberg

Dolberg (2.v.l.) trägt seit Sommer 2016 das Ajax-Trikot



Allzu teuer wäre Dolberg also keinesfalls, zudem können sich seine 119 Pflichtspiele, 45 Tore und 16 Vorlagen im Trikot von Ajax sehen lassen. Leverkusen soll nun ein großer Interessent im Kampf um das 21-jährige Sturmjuwel sein.


Die Quelle

Mitunter die dänische Zeitung Ekstra Bladet ist in der Frage um Dolbergs Zukunft ganz vorne. Das Boulevardblatt ist in Dänemark das Pendant zur deutschen Bild-Zeitung - über die Seriosität lässt sich also streiten. Die fehlende Glaubwürdigkeit wird der Zeitschrift immer wieder vorgeworfen.


Der Check

Was ist also dran am Gerücht um Dolberg? Glaubt man Ekstra Bladet, wäre eine Investition von gerade einmal sechs Millionen Euro für Bayer 04 definitiv zu stemmen. Doch diese niedrige Summer überrascht sehr, denn der Spieler ist zurzeit laut transfermarkt.de mit 18 Millionen Marktwert gelistet, besitzt noch einen Vertrag bis 2022 und zudem viel Entwicklungspotenzial. Es ist absolut anzuzweifeln, dass Ajax den Stürmer derart verscherbeln möchte.


Trotz der hohen Konkurrenz in Amsterdam ist anzunehmen, dass Dolberg für die Zukunft eingeplant ist. Zwar hat er mit Dusan Tadic und Klaas Jan Huntelaar momentan zwei namhafte Konkurrenten, doch mit 30 bzw. 36 Jahren sind die Sturmpartner bereits im (Spät-) Herbst ihrer Karriere. Daher erscheint es unlogisch, dass die Amsterdamer ihren dritten Stürmer unbedingt loswerden wollen.


Auf Seite der Leverkusener ist die Kadersituation in Leverkusens Offensive zudem sehr entspannt. Mit Volland und Alario hat man bereits zwei namhafte Stürmer in den eigenen Reihen. Nach der Vorbereitung scheint vielmehr die wacklige Abwehr in den Fokus der Planungen geraten zu sein, wodurch man wohl eher dort auf eine Verpflichtung warten kann.


Einer offensiven Verstärkung in diesem niedrigen Rahmen würde man in Leverkusen jedoch auch in der jetzigen Situation sehr offen gegenüberstehen. Doch es ist anzuzweifeln, ob die Forderung der Amsterdamer wirklich so niedrig angesetzt sind, wodurch das Gerücht wohl nicht auf der Wahrheit beruht.