Die bisherige Zeit von Florian Kohfeldt bei der Profi-Mannschaft das ​SV Werder Bremen war ein voller Erfolg. Vor wenigen Wochen verlängerte er seinen Vertrag bis 2023. Bei den Verhandlungen dachte er dabei nur an eine Zukunft mit Werder. Andere Klubs kamen für ihn nicht in Frage.


Florian Kohfeldt kann auf fast zwei Jahre zurückblicken, die er sich selbst wohl kaum erträumt hätte. Der 36-jährige Übungsleiter hat es geschafft, den SV Werder Bremen wieder zu einem ambitionierten Klub zu machen, der sich auf Dauer zu der ​Bundesliga-Spitze zählen will. Mit seiner Arbeit und Weitsicht hat der Trainer dabei großen Erfolg. Dabei muss man immer bedenken, dass Kohfeldt noch nie anderweitig eine Profi-Auswahl trainierte.


Der überraschende aber auch hart erarbeitete Start des gebürtigen Siegeners wurde in diesem Sommer mit einem neuen Vertrag belohnt. Neben der üblichen Gehaltsanpassung ging es dabei vor allem um die Dauer und darüber, ob eine Ausstiegsklausel in den Vertrag gesetzt werden würde. Dies war allerdings nicht der Fall, Kohfeldt selbst wüsste auch nicht, weshalb diese Klausel für ihn relevant sein sollte.


Kohfeldt schwört Werder die Treue


„Eine Ausstiegsklausel hat in meinen Gedanken keine Rolle gespielt. Ich habe bewusst bis 2023 unterschrieben. Es wäre meiner Meinung nach auch das völlig falsche Zeichen, bei einer Verlängerung daran zu denken, wie man aus seinem Vertrag wieder herauskommt“, so der Trainer. Im Gegensatz zu anderen Coaches verzichtete er somit auf diese Option und will sich für die nächsten vier Jahre ganz auf die Grün-Weißen fokussieren.


Diese Einstellung ist definitiv ein starkes Zeichen und unterstreicht die Ambitionen von Kohfeldt. Erst kürzlich bestätigte er, dass er sich vor allem momentan nichts anderes als Bremen vorstellen könnte. Bereits jetzt gibt es nur vier Trainer in Liga Eins, die länger bei ihren aktuellen Vereinen unter Vertrag stehen. Kohfeldt führt dies auf die Versprechen zurück, die ihm Werder gab.


„Das zeigt auch, dass bei Werder Bremen Kontinuität nicht nur ein Wort ist. Bei Werder wird Kontinuität auch gelebt. Nicht jeder Verein hat so ein besonderes Umfeld, wie wir es hier haben.“ Daran wird sich in den nächsten Jahren nicht allzu viel ändern. Denn mit seinem aktuellen Arbeitspapier bis 2023 ist nur ein Trainer - Julian Nagelsmann bei RB Leipzig - ebenso lang an einen Klub gebunden.

Florian Kohfeldt,Niklas Moisander

Der gute Kontakt zu den Spieler zeigt, wie viel Vertrauen im Verein herrscht



Nun hofft Kohfeldt nur noch auf eines: die Vertragsverlängerung mit Sportchef Frank Baumann. Mit ihm zusammen formte er Bremen so, wie es seit vielen Jahren nicht gelang. Der 36-Jährige ist sich sicher, dass Baumann ebenfalls noch lange Zeit bleiben wird: „Wenn der Verein jemanden wie Frank nicht würde halten wollen, dann könnte ich das nicht verstehen. Ich bin mir sicher, dass wir beide die Zeit bis 2023 zusammen bestreiten werden.“


Wie die SportBild berichtet, sollen erste Gespräche in diesem Bezug im Winter beginnen. Doch bereits jetzt kann sich der SVW sehr zuversichtlich geben, denn die Basis für die Zukunft ist geschaffen. Mit einem solch verbundenen Trainer, wie es in der Liga sonst nur in wenigen Fällen vor kommt, können sich die Anhänger glücklich schätzen. Es bestehen keine Zweifel daran, dass nun auch die sportlichen Ziele erreicht werden können.