​Der ​SVW sieht sich nach der Pokalpartie gegen den SV Atlas Delmenhorst für den Saisonstart gerüstet. Doch eine Frage bleibt weiterhin bestehen, denn im Sturm sind die Positionen noch nicht final geklärt, derzeit gibt es einige Kandidaten für einen Stammplatz. Eindeutige Tendenzen wird man erst nach einigen Wochen feststellen können.


Am Wochenende war es der junge Josh Sargent, der ganz vorn im Angriff seine Chance erhielt. Der US-Amerikaner zählte bei ​Werder zu den Gewinnern der Vorbereitung und drängte auf einmal in die Startelf. Doch nach seinem Auftritt im DFB-Pokal muss er seine Erwartungen nun erst einmal zurückschrauben. Dort konnte er im Vergleich zu den Testspielen kaum überzeugen. Sein Auftritt war trotz einer vollen Werder-Offensive blass.

Josh Sargent

Sargent konnte seine Gelegenheit nicht nutzen


Für den ersten Spieltag kommt er nun kaum als Startspieler in Frage. Damit bringen sich andere Kandidaten wieder in eine gute Position. So zum Beispiel der Neuzugang Niclas Füllkrug, der bei Werder zumindest verletzungsfrei blieb. Doch seine hohe Ablöse konnte er noch nicht rechtfertigen, sowohl in den Trainingseinheiten als auch in den Testpartien, fremdelte er noch mit dem Bremer Spiel.


Ob der Saisonstart der entscheidende Schalter für Füllkrug sein könnte, ist möglich. Immerhin zeigte er nach seiner Einwechslung im Pokal eine gute Leistung. Womöglich setzt Florian Kohfeldt also auch gegen ​Fortuna Düsseldorf auf den 26-Jährigen. Weniger Chancen hat weiterhin Martin Harnik, der aus den Schwächephasen der Konkurrenz nicht profitieren konnte. Seine Lage ist weiterhin recht aussichtslos.


Osako doch wieder im Zentrum?


Dementsprechend ist allerdings auch eine weitere Variante denkbar. ​Denn Yuya Osako nutzte die Vorbereitung ebenfalls für reichlich Eigenwerbung, dabei stach er auf der ehemaligen Kruse-Position heraus. Im Zentrum sorgte er dabei für viel Gefahr und konnte die anderen beiden Angreifer gut in Szene setzen. Somit könnten Milot Rashica auf links, und Johannes Eggestein auf rechts das System komplettieren. So oder so wird der Japaner auf seine Spielminuten kommen - egal ob im Zentrum oder auf der Außenbahn.


"Er ist angekommen – so kann man es, glaube ich, beschreiben", sagte Florian Kohfeldt dem Weser Kurier zu Osako. "Er ist locker geworden und weiß, dass ich sehr, sehr überzeugt von ihm bin und er ein gesetzter Stammspieler bei uns ist. Davon gibt es nicht so viele."


Dass Eggestein schon jetzt der Stammplatz im Sturmzentrum zuzutrauen ist, scheint sich nicht zu bestätigen. Das Rennen um die begehrte Position im Angriff ist also wieder offen. Zumindest sind die Bremer dadurch noch unberechenbarer, die ersten Wochen in der neuen Saison könnten dies allerdings ändern.