Diese Verletzung erschütterte ganz Fußballdeutschland. ​Stürmerstar Leroy Sané fällt monatelang aus - und durchkreuzt damit die Transferplanungen des ​FC Bayern​ München. Der stand nämlich kurz vor dem heiß ersehnten Vollzug des Königstransfers, muss nun aber, zumindest für diesen Sommer, wohl oder übel Abstand nehmen von Sané. Schlimmer noch, durch die unfreiwillige Absage rutschen die Bayern in eine immer schlechtere Verhandlungsposition.


Es hätte alles so wunderbar enden können, doch nun muss sich der FCB wieder nach Alternativen umschauen. Es ist nicht von der Hand zu weisen, in München werden dringend Verstärkungen gebraucht und gesucht. Nach dem Sané-Ausfall werden nun wieder alte Namen aufgewärmt, alle halbwegs interessanten Spieler kommen wieder auf den Tisch. Doch eines hat sich geändert: Es ist wieder etwas Zeit vergangenen und komplett Europa weiß inzwischen von der Not im Süden Deutschlands.

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Es ist der schwierigste Transfersommer in der jüngeren FCB-Vergangenheit



Das bedeutet im Umkehrschluss, dass sich die Vereine, auf die der FCB nun zukommt, entspannt zurücklehnen können. Sie sitzen in den Verhandlungen nun am längeren Hebel und führen die Transfergespräche. Denn zum einen sind die Transferplanungen bei den meisten Teams bereits abgeschlossen, zum anderen wollen sie den FCB ins Schwitzen bringen und zappeln lassen. Denn mit jedem Tag, an dem München nicht auf dem Markt aktiv wird, steigen die Preise.


Am Stammtisch würde man jetzt umgangssprachlich in den Raum bringen, dass Europa nun den FCB "rupfen" könnte. Und tatsächlich trifft diese Formulierung den Nagel auf dem Kopf. Der FC Bayern braucht so dringend Spieler, dass sie im Zweifelsfall extrem über Marktwert verpflichten werden müssen. Es erscheint immer noch paradox, dass gerade der große Stern des Südens in diese Position gerutscht ist.


Manch ein Verein reibt sich nun die Hände. So dürfen sich sicherlich RB Leipzig (Timo Werner), Bayer 04 Leverkusen (Leon Bailey) oder die PSV Eindhoven (Steven Bergwijn) noch auf Angebote freuen, die man noch in die Höhe treiben könnte. München würde es nun gut tun, sehr bedacht auf dem Transfermarkt zu agieren, Gerüchte zu unterbinden und ihr Geschick in den Verhandlungen zu beweisen.


Für den Außenstehenden wird's interessant


Die restlichen Transferwochen werden aus diesem Grund umso interessanter. Will sich der FCB qualitativ wie auch quantitativ noch verstärken, müssen sie wohl blechen. Für die Schnäppchenjagd ist es bereits zu spät. Gegen Ende wird es für Bayern München also nochmal richtig unangenehm.