​Borussia Dortmund zählt zu den Bundesligisten mit den größten Kadern. 32 Spieler stehen Cheftrainer Lucien Favre aktuell zur Verfügung. Auch wenn es bis zum Ende der Transferperiode noch ​den einen oder anderen Abgang geben wird, werden es einige Profis in der neuen Saison sehr schwer haben, Einsatzminuten zu bekommen. Schlussmann Roman Bürki plädiert deshalb für eine kuriose Regeländerung.


"Ich würde es gut finden, wenn wir jeden Spieler aus unserem Kader auch in einem Spiel einsetzen dürften", sagte der Schweizer in einem Interview mit t-online.de. "Dass jede Mannschaft so oft wechseln darf, wie sie will - und nicht nach drei Einwechslungen Schluss ist." 


Aus Sicht des 28-Jährigen, der beim ​2:0-Supercup-Erfolg gegen den FC Bayern München angeschlagen passen musste, habe es beim BVB jeder verdient, zu spielen. "Und es ist manchmal sehr hart zu sehen, wenn ein Spieler zwei Mal hintereinander dabei war, aber keine Einsatzzeit bekommen hat."


Bürki vermisst den "Wow-Effekt"


Hinter dem Vorschlag von Bürki steckt die Idee, dass es weniger unzufriedene Spieler im Kader gibt. "Das wäre gut für die Moral", sagte der Ex-Freiburger, der sich auch kritisch zum Videobeweis äußerte. 


"Der Fußball hat von der Euphorie gelebt. Wenn früher jemand ein Tor geschossen hat, haben die Fans gejubelt", so die Dortmunder Nummer eins. "Heute jubelst du und wirst dann wieder enttäuscht, weil entschieden wird, dass das Tor per Videobeweis noch mal überprüft werden muss." Mit Videobeweis fehle dem Torhüter ein gewisser "Wow-Effekt".