Um 13:30 Uhr fand am heutigen Montag die Auslosung der Playoff-Runde der Europa League statt. Dabei wurde auch der kommende Gegner von ​Eintracht Frankfurt ausgelost, sollte der FC Vaduz in der dritten Qualifikationsrunde besiegt werden. Der Vorjahrshalbfinalist müsste entweder nach Bulgarien zu Lokomotive Plowdiw oder nach Frankreich zu Racing Straßburg.


Die dritte Qualifikationsrunde hat noch nicht begonnen, da wurden im schweizerischen Nyon bereits die Partien für die Playoff-Runde gelost. Stattfinden werden die Spiele am 22. und am 29. August. Interessant war die Losung daher vor allem für die Anhänger von Eintracht Frankfurt, die gebannt auf den kommenden Gegner gewartet haben dürften. Und die Auslosung hat ergeben, dass der Sieger der Partie Lokomotive Plovdiv gegen Racing Strasburg der mögliche kommende Gegner der Hessen ist.


Erst Vaduz - dann Plovdiv oder Straßburg


Zwar müssen die Hessen ihre Partie gegen den FC Vaduz aus Liechtenstein ebenfalls erst mal gewinnen, doch ist der Bundesligist haushoher Favorit und ein Scheitern in der dritten Runde käme einer Sensation gleich. Man sollte das Fell des Bären nicht verteilen, ehe er erlegt ist, doch in diese Falle kann man wohl davon ausgehen, dass sich der Halbfinalist der letztjährigen Europa League durchsetzen wird, sollte nicht Gravierendes passieren.


Das Hinspiel der Playoffs wird aus Sicht der Frankfurter auswärts bestritten. Damit geht es entweder nach Südbulgarien in die europäische Kulturhauptstadt 2019. Oder aber an die deutschfranzösische Grenze in den Elsass nach Straßburg.

Für "Loko Plowdiw", wie der Klub auch genannt wird, wäre allein der Einzug in die Playoffs ein großer Erfolg. Denn zuletzt war der einmalige bulgarische Meister von 2004 vor sieben Jahren in der Europa League vertreten, scheiterte dort aber in der zweiten Qualifikationsrunde gegen Vitesse Arnheim. So schlecht, wie es sich anhört, dürfte der Verein aber aktuell nicht sein, vor wenigen Wochen konnte erstmals der Pokalsieg in Bulgarien gefeiert werden.


Seit drei Jahren spielt man wieder in Bulgariens höchster Spielklasse, der Parva Liga, und scheint sich dort mehr und mehr zu etablieren. In der Liga wurden bereits vier Spiele absolviert, mit sieben Zählern steht die Mannschaft aktuell auf Tabellenplatz vier. In der zweiten Qualifikationsrunde der Europa League konnte man zuvor Spartak Moskau ausschalten. Nach einem 2:0-Heimerfolg gab es auswärts zwar ein 1:3, die Auswärtstorregel aber half Plowdiw, in die nächste Runde einzuziehen.


Wie Plowdiw, so spielt auch Racing Straßburg im dritten Jahr in Folge in der Ligue 1. Auch bei den Franzosen ist die Qualifikation für die Playoffs bereits ein großer Erfolg, zuletzt war man in der Saison 2005/06 europäisch vertreten. Dort aber erreichte man das Achtelfinale und musste sich erst dem FC Basel geschlagen geben, nachdem man sich bereits in einer Gruppe mit der AS Roma und Roter Stern Belgrad durchsetzen konnte.


Der einmalige französische Meister von 1979 ist aber das bedeutend schwerere Los für die Hessen, die ebenfalls im vergangenen Jahr den DFB-Pokal gewinnen konnten. Es war das dritte mal nach 1997 und 2005. Wie in der deutschen ​Bundesliga hat aber auch in Frankreich die Saison in der höchsten Spielklasse noch nicht begonnen, so das beide Teams noch nicht vollends im Wettkampfmodus sind. In der zweiten Qualifikationsrunde aber musste die Mannschaft von Trainer Thierry Laurey ebenfalls bereits ran und setzte sich dort gegen den israelischen Vertreter Maccabi Haifa mit einem 3:1-Heimsieg und einer 1:2-Auswärtsniederlage durch.