Da viele Trainer das Potenzial junger Talente ausschöpfen und sie fördern wollen, ist die Bundesliga mittlerweile eine hervorragende Station für junge Spieler aus dem In- und Ausland. Manches Mal aber gerät die Karriere erst nach dem nächsten Schritt so richtig ins Rollen, wie die folgende Liste aufzeigt. Diese zehn Akteure entwickelten sich erst nach dem Absprung aus der Bundesliga zu Stars.


Ivan Rakitic

Ivan Rakitic

Heute ist Ivan Rakitic vierfacher Spanischer Meister und Pokalsieger, Europa und Champions-League-Sieger und Vizeweltmeister, und das, obwohl er noch vor einigen Jahren beim FC Schalke 04 aussortiert wurde.


Unter Felix Magath spielte der in der Schweiz geborene kroatische Nationalspieler ab der Saison 2010/11 keine Rolle mehr, weshalb er sechs Monate vor Vertragsende an den FC Sevilla abgegeben wurde. Beiden Andalusiern entwickelte er sich zu einem der absoluten Leistungsträger, weshalb der ​FC Barcelona aufmerksam wurde und ihn 2014 für 18 Millionen Euro verpflichtete. Dort spielte Rakitic in der abgelaufenen Saison herausragend, weshalb er weiterhin viel Spielzeit erhalten dürfte.


Haris Seferovic

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 Drei Jahre verbrachte Haris Seferovic bei Eintracht Frankfurt, doch trotz 19 Toren und 13 Vorlagen in 90 Einsätzen zog es den Angreifer nach einer mäßigen letzten Saison, in der er unter Niko Kovac nur elf Mal in der Bundesliga für die Startelf nominiert wurde, zu Benfica Lissabon. 


In Portugal benötigte er zwei Jahre Anlaufzeit, mit 23 Toren avancierte er in der abgelaufenen Saison aber plötzlich zum Top-Scorer der Adler, konnte seinen Wert enorm steigern und verlängerte seinen Vertrag bis 2024.


Vincent Kompany

Vincent Kompany

Stolze 10,5 Millionen Euro investierte der Hamburger SV im Sommer 2006 in Vincent Kompany, doch nur zwei Jahre später wurde er für eine geringere Summe an ​Manchester City abgegeben. Laut dem damaligen Klubchef und heutigem Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann habe Innenverteidiger Kompany die Erwartungen nicht erfüllt - in England hat er sie dafür übertroffen.


Ganze elf Jahre verbrachte er bei City, feierte mit dem heutigen Spitzenklub zwölf Titel und erzielte am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison gegen Leicester City den wohl wichtigsten Treffer seiner Karriere. Nach insgesamt 360 Pflichtspielen wechselte er zurück zu Jugendverein RSC Anderlecht, bleibt aber in Manchester eine waschechte Ikone.


Arkadiusz Milik

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Zweieinhalb Jahre verbrachte Arkadiusz Milik in Deutschland. In dieser Zeit konnte der Stürmer weder bei Bayer Leverkusen noch beim FC Augsburg glänzen, weshalb er nach einer zwischenzeitlichen Leihe zu Ajax Amsterdam von den Niederländern fest verpflichtet wurde. Nach 47 Toren in 75 Einsätzen zog es Milik zum SSC Neapel, wo er nach zwei schweren Knieverletzungen in der abgelaufenen Saison 35 Mal von Ex-Bayern-Trainer Carlo Ancelotti eingesetzt wurde und 17 Treffer erzielte.


Odysseas Vlachodimos

Odisseas Vlachodimos

Die Nachwuchsakademie des VfB Stuttgart zählte in der Vergangenheit zu einer der besten des Landes. Neben Mario Gomez, Timo Werner, Sami Khedira, Joshua Kimmich oder Bernd Leno durchlief auch Odysseas Vlachodimos die Jugendmannschaften des VfB, erhielt aber nur drei Einsätze bei den Profis und wechselte vor drei Jahren zu Panathinaikos Athen. In der abgelaufenen Saison lockte Benfica Lissabon, wo er in seinem ersten Jahr 50 Spiele absolvieren sollte, 19 Mal die weiße Weste wahrte und auch in der neuen Saison die Nummer eins sein wird, sollte kein neuer Torhüter verpflichtet werden.


Sergio Escudero

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 Nach der Vizemeisterschaft in der Saison 2009/10 rüstete sich der FC Schalke unter anderem mit Klaas-Jan Huntelaar, Raúl, José Manuel Jurado und Sergio Escudero. Der damals 20-jährige Linksverteidiger hinterließ aber keinen bleibenden Eindruck, kommt daher auf nur 22 Einsätze für S04 und wurde an den FC Getafe abgegeben. Von dort aus ging es zum FC Sevilla. Dort ist Escudero unangefochtener Stammspieler, verzeichnet daher 141 Pflichtspiele.


Simon Kjaer

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Mit 12,5 Millionen Euro war Simon Kjaer der zweitteuerste Transfer des VfL Wolfsburg im Sommer 2010, nur der Ex-Bremer Diego konnte diese Summe überbieten. Bei den Wölfen war für den dänischen Abwehrspieler aber nach nur einem Jahr Schluss: Nach einer Leihe bei der AS Rom führte der Weg über LOSC Lille und Fenerbahce Istanbul zum FC Sevilla. In zwei Jahren absolvierte er 64 Pflichtspiele, fehlt wenn überhaupt nur aufgrund einer Verletzung oder Sperre.


Robert Mak

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 Aus der Reserve von Manchester City verpflichtete der 1. FC Nürnberg vor neun Jahren Robert Mak. In vier Jahren brachte es der slowakische Rechtsaußen auf 80 Einsätze, aufgrund von disziplinarischen Verfehlungen war er aber keineswegs unumstritten. Mehrmals wurde Mak suspendiert, im Sommer 2014 wurde er schließlich an PAOK Saloniki abgegeben. Mittlerweile steht er beim russischen Topklub Zenit St. Petersburg unter Vertrag, wo er auch in der Europa League auf sich aufmerksam machen konnte.


Aymen Abdennour

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Nur wenige Monate verbrachte Aymen Abdennour zwischen Januar und Juni 2010 beim SV Werder Bremen. Der Abwehrspieler wurde vom tunesischen Erstligisten ES Sahel ausgeliehen, galt allerdings als ein absoluter Flop und stand lediglich acht Mal für Werder auf dem Platz.

​In Frankreich erlebte seine Karriere plötzlich einen mächtigen Aufschwung: Über den FC Toulouse und die AS Monaco landete er für 22 Millionen Euro im Sommer 2015 beim FC Valencia, zwei Jahre später führte der Weg zu Olympique Marseille. Der Höhenflug war aufgrund mehrerer Verletzungen aber nur von kurzer Dauer, weshalb Abdennour kürzlich an den türkischen Erstligisten Kayserispor abgegeben wurde.