​Der ​VfB Stuttgart ist am vergangenen Freitag mit einem 2:1-Sieg gegen Hannover 96 erfolgreich in die neue Zweitligasaison gestartet. Da sich mit Marcin Kaminski dabei aber ein Innenverteidiger schwer verletzt hat, wollen die Schwaben in der Abwehr noch einmal nachrüsten. Angeblich soll dabei nun Felix Uduokhai vom ​VfL Wolfsburg in den Fokus gerückt sein. Problem nur: auch Fortuna Düsseldorf ist interessiert.


VfB-Kaderplaner Sven Mislintat ist in diesem Sommer durchaus ein Stück weit ins Risiko gegangen und ließ erst unlängst mit Timo Baumgartl bereits den dritten Innenverteidiger ziehen. Für das Eigengewächs konnten die Schwaben zwar satte zwölf Millionen Euro einnehmen. Kritiker stellen jedoch die nicht ganz unberechtigte Frage, was das ganze liebe Geld bringt, wenn man kein schlagkräftiges Team auf den Rasen schicken kann.

Marcin Kaminski

Marcin Kaminski steht dem VfB vorerst nicht zur Verfügung


Bereits vor dem ersten Saisonspiel war die Innenverteidigung der Stuttgarter nicht wirklich prall besetzt, machte mit den beiden Startspielern Marc Oliver Kempf und Marcin Kaminski aber durchaus Hoffnung. Nun da sich Kaminski beim Erfolg gegen die Niedersachsen ​einen Kreuzbandriss zugezogen hat, gestaltet sich ​die Situation aber bereits deutlich kniffliger. Zumal dessen Ersatzmann Maxime Auwoudja nach seiner Einwechslung noch keinen sattelfesten Eindruck gemacht hatte und sich nach einem unglücklichen Eigentor auch noch eine gelb-rote Karte einhandelte.


Da Kaminski nun rund sechs Monate ausfallen und Awoudja zumindest beim nächsten Pflichtspiel aussetzen muss, ist auch bei den VfB-Verantwortlichen die Erkenntnis gereift, dass ​man für die Abwehrzentrale noch weiter nachrüsten muss. Altmeister Holger Badstuber scheint schließlich auch in der Gunst von Cheftrainer Tim Walter nicht weit oben zu stehen und auch die beiden Youngster Antonis Aidonis und Luka Mack sind (noch) nicht mehr als ein Plan B, oder gar C.


Uduokhai passt ins Anforderungsprofil


Auf der Suche nach einer potenziellen Verstärkung, sollen die Schwaben aber bereits erste Fortschritte gemacht haben. So denken die Stuttgarter laut Informationen der BILD über eine Leihe von Felix Uduokhai nach. Der 21-Jährige wechselte im Sommer 2017 vom TSV 1860 München zum VfL Wolfsburg, hat bei den Niedersachsen aber derzeit einen schweren Stand. Der neue Coach der Niedersachsen Oliver Glasner plant offenbar ohne den Youngster und würde einem Wechsel auf Leihbasis wohl zustimmen.

Felix Uduokhai

In Wolfsburg kam Uduokhai bislang nicht richtig in Fahrt


Vom Anforderungsprofil würde Uduokhai nahezu ideal ins Spielsystem von Tim Walter passen, zumal er wie auch Marcin Kaminski ein Linksfuß ist. Darüberhinaus würden die Schwaben mit einer Leihe kaum eine Risiko eingehen und müssten keine Unsummen ausgeben. Finanziell sind die Stuttgarter nach den prominenten Abgängen in dieser Tranferperiode aber ohnehin für einen Zweitligisten hervorragend aufgestellt.


Mitbewerber aus der Bundesliga?


Dem Bericht zufolge, müssen sich die Stuttgarter beim Werben um den jungen Defensivspieler aber zunächst einmal gegen ​Fortuna Düsseldorf durchsetzen. Auch deren Cheftrainer Friedhelm Funkel ist auf der Suche nach einem neuen Innenverteidiger. Kurioserweise müssen auch die Fortunen dabei Kaminski ersetzen, der im vergangenen Jahr vom VfB ins Rheinland ausgeliehen war und dort einen prima Eindruck hinterlassen hatte.


Für Uduokhai dürften beide Alternativen reizvoll sein, winken ihm doch sowohl im Ländle als auch beim Bundesligisten regelmäßige Einsätze. Die prinzipielle Bereitschaft sich vom VfL Wolfsburg zu lösen und neue Abenteuer in Angriff zu nehmen, hatte der 1,92-Meter-Schlaks bereits vor rund einem Monat öffentlich kundgetan.