​In den letzten Tagen war die Aufregung um den Präsidenten Uli Hoeneß groß. Die Gerüchte um ein frühzeitiges Ende seiner Zeit beim ​FC Bayern München schlugen große Wellen. Sein langjähriger Mitstreiter Karl-Heinz Rummenigge äußerte sich nun selbst zu seiner Bayern-Zukunft und unterstrich seine Ambitionen, noch länger beim Rekordmeister zu bleiben.


Seit fast zwanzig Jahren sitzt Karl-Heinz Rummenigge bereits im Vorstand des FC Bayern München. In dieser Zeit erlebte der Rekordmeister eine extrem erfolgreiche Zeit und sammelte Titel um Titel ein. Doch nun könnte das so bekannte Zweigespann an der Spitze des Vereins gesprengt werden. Immerhin wurden die Diskussionen um einen vorzeitigen Rücktritt von Uli Hoeneß zuletzt lauter. 


Einen großen Einfluss auf die Pläne von Rummenigge scheinen die aktuellen Gerüchte allerdings nicht zu haben. Immerhin verfolgt der 63-Jährige die Geschehnisse aus nächster Nähe. Doch auch sonst geht er sehr zuversichtlich in seine Zukunft bei den Bayern, weiß aber auch, dass es irgendwann ein Ende geben wird. Doch noch gibt es keine Abschiedsgedanken.

Uli Hoeness,Karl-Heinz Rummenigge

Die Arbeitskollegen Hoeneß und Rummenigge könnten bald getrennt werden


"Mir macht der Job Spaß, er ist sehr interessant und mit großer Verantwortung verbunden", so Rummenigge in der Bild. Zu seinem langjährigen Partner Hoeneß äußerte er sich allerdings nicht und legte den Fokus eher auf seine Zukunft und die voraussichtliche Erfüllung seines Arbeitspapiers, welches bis zum Dezember des Jahres 2021 läuft. 


Vertragserfüllung ist das Minimalziel


"Natürlich wird der Tag kommen, an dem ich nicht mehr Vorstandsvorsitzender des FC Bayern bin. Der Tag kam auch als Fußballer und als Vorsitzender der ECA. Ich habe damit kein Problem. Ich bin mit meinem Leben komplett im Reinen. Irgendwann muss man auch bereit sein, den Stab in jüngere Hände zu geben." Damit deutet momentan also alles auf ein friedliches und geplantes Ende bei den Bayern hin.


Ein Nachfolger steht währenddessen schon in den Startlöchern. Oliver Kahn wird Rummenigge im optimalen Fall ablösen. "Er muss sich einarbeiten, denn den Job kannst du nicht an der Uni erlernen oder automatisch bewerkstelligen, weil du ein guter Spieler warst. Aber: Oliver wird das packen. Er macht auf mich heute einen guten, ruhigen, ausgeschlafenen Eindruck." Um seine Wachablösung macht sich der Bayern-Boss also ebenfalls keine Gedanken.


So werden die Bayern noch mindestens zwei Jahre unter der Führung von Karl-Heinz Rummenigge aufspielen. Was nach 2021 geschieht ist dagegen noch etwas ungewiss, ähnlich ist die Lage aktuelle bei einem möglichen Abschied von Hoeneß. Doch der Generationen-Wechsel bei den Bayern hat nun so richtig begonnen und er wird frühestens nach Ablauf des Vertrags von Rummenigge auf die Probe gestellt werden.