Dass Martin Hinteregger bei den Mannschaftsfotos des FC Augsburg am Montag fehlte, wurde zunächst als weitere Provokation des Innenverteidigers, der fest zur ​Frankfurter Eintracht wechseln will, aufgefasst. Allerdings war seine Abstinenz mit seinem bisherigen Arbeitgeber abgesprochen, wie die ​Augsburger Allgemeine berichtet. 

So sei Hinteregger, der nach einem erlittenen Rippenbruch bei der österreichischen Nationalmannschaft seine Reha in Salzburg absolviert, aufgrund von "laufenden Gesprächen mit ungewissem Ausgang" nicht zum Fototermin erschienen, wie der FCA auf Nachfrage der Augsburger Allgemeine erklärte. Anders als zunächst berichtet, hängt Hintereggers Fehlen daher nicht mit einer Protestaktion zusammen. Zuvor sorgte er bereits für Aufsehen, als er mit einem Rucksack von Eintracht Frankfurt zum Trainingsauftakt in Augsburg erschien.

​Am heutigen Sonntag soll der Innenverteidiger zu seinen Mannschaftskollegen im Trainingslager von Bad Häring stoßen, allerdings gilt dies als zweifelhaft. Hinteregger trainiert jedenfalls bereits individuell mit Co-Trainer Tobias Zellner. Eine Einigung ist angeblich in Sicht, obwohl die Verantwortlichen des FC Augsburg noch immer eine Ablösesumme von 15 Millionen Euro fordern sollen, während die Eintracht 10 Millionen Euro biete.


Keine Entscheidung bei Trapp


Geduld benötigen Eintracht-Sportchef Fredi Bobic & Co. auch im Poker um Kevin Trapp. Die Hessen haben mit dem FC Porto einen namhaften Konkurrenten erhalten, laut Leonardo, Sportdirektor von Paris St. Germain, sei noch längst keine Entscheidung gefallen. "Mit Trapp und (Alphonse) Areola haben wir zwei sehr gute Keeper. Wir müssen mit beiden reden, die Situationen klar besprechen und dann entscheiden, was wir tun", sagte der Portugiese nach dem Testspiel gegen den 1. FC Nürnberg (1:1). Für die Pariser, die den Vertrag mit Gianluigi Buffon nicht verlängerten, stehe "eine sehr wichtige Entscheidung" bevor, weshalb man mit Bedacht über die Zukunft von Kevin Trapp verhandeln wird.

Die Tendenz deutet jedenfalls derzeit in eine Richtung. "Für den Moment haben wir keinen Verkauf von Kevin Trapp vor​​", sagte nämlich Leonardo laut Sky Sport News HD am Samstag.