​In einem positiven Jahr für ​Werder Bremen gab es trotzdem Verlierer. Zu ihnen gehört definitiv Angreifer Martin Harnik, ​dessen Rolle beim SVW immer unklarer wird. Der Profi steht vor einer weiteren schwierigen Saison bei Werder, nur ein Wechsel könnte wirklich Abhilfe verschaffen. Dazu rät ihm nun ein ehemaliger Werder-Akteur, der vor allem eine neue Herausforderung empfiehlt.


Nach spätestens zwölf Monaten kehrte bei Harnik große Ernüchterung ein. Der anfangs so klar strukturierte Plan bei den "Grün-Weißen" ging nicht auf, seit dem Winter ging es eher nur noch bergab. Seine sportliche Perspektive ist in Bremen sehr eingeschränkt, was Trainer Florian Kohfeldt immer wieder betont. Bis zum Ende des Sommers stellt sich für den Profi also vor allem die Frage, wie sehr er noch einmal für einen weiteren Versuch in Bremen bereit wäre.


Wenn es nach dem einstigen Werderaner Ivan Klasnić geht, ist die Sache relativ eindeutig. Der frühere ​Bundesliga-Spieler weiß, in welch schwieriger Situation Harnik steckt. Deswegen soll der 32-Jährige nun schnell nach einem Ausweg suchen: "Ganz einfach: Wenn Kohfeldt sagt, Martin hat keine Chance, müssen sich die Wege trennen. Beide Seiten sollten sich zusammensetzen und eine Lösung suchen. Sie sollten offen und ehrlich miteinander sprechen und nicht im Streit auseinander gehen", so Klasnić im Weserkurier

Ivan Klasnic

Der ehemalige Werder-Stürmer Ivan Klasnić versucht Harnik zu überzeugen



Der Stürmer steckte 2013 selbst in einer ähnlichen Situation bei ​Mainz 05 und weiß daher, wovon er spricht. „Dass es bei Werder nicht geklappt hat, ist schade. Beide Seiten haben mehr voneinander erwartet." Dennoch weiß der 39-Jährige, dass Harnik noch eine fußballerische Zukunft hat. Sein Tempo und die Durchschlagskraft seien immer noch eine Qualität von Harnik. Auch der Markt für einen Spieler wie ihn ist weiterhin vorhanden.


Doch bei einem Verkauf stellt sich immer wieder die Frage nach der möglichen Ablöse. Wie das Bremer Blatt berichtet, möchte Werder im Falle eines Transfers eine ähnliche Summe verlangen, wie man vor einem Jahr investierte. Das bedeutet zwei Millionen Euro, die Klasnić nicht fordern würde: „Wenn Martin sportlich kaum Chancen hat, sollte Werder ihm keine Steine in den Weg legen. Er hat viel für den Verein getan.“


Wenn es also nach dem Kroaten geht, ist ein Wechsel die einzig sinnvolle Möglichkeit für Harnik. Damit könnte er zu alter Stärke zurückfinden und die enttäuschende Zeit schnell abhaken. Doch letztendlich entscheidet der Österreicher selbst, für welchen Weg er sich entscheidet. Vielleicht steckt wirklich noch das Überraschungsmoment im 32-Jährigen, der seine letzte Chance nutzen könnte.