​Der ​FC Bayern München sucht bereit seit Wochen händeringend nach weiteren Verstärkungen für den aktuell doch noch recht dünn besetzten Kader. War zuvor zumeist von Neuzugängen für die Offensive die Rede gewesen, rückte zuletzt auch das defensive Mittelfeld in den Fokus. Neben Marc Roca soll dabei nun auch Giovani Lo Celso in den Fokus des Rekordmeisters gerückt sein.


Wie die zumeist gut unterrichtete BILD in Erfahrung gebracht hat, soll der 23-jährige Argentinier mittlerweile in den Überlegungen von Sportdirektor Hasan Salihamidzic eine Rolle spielen. Empfohlen hat sich der 18-fache argentinische Nationalspieler zuletzt durch starke Leistungen bei Betis Sevilla. Dabei war der zentrale Mittelfeldspieler in der vergangenen Spielzeit von seinem bisherigen Stammverein Paris Saint-Germain in LaLiga ausgeliehen worden und konnte sich mit satten 45 Pflichtspieleinsätzen sofort unverzichtbar machen.

Gerard Pique,Giovani Lo Celso

Lo Celso stand bereits gegen zahlreiche Topstars seinen Mann



Erst kürzlich zogen die Spanier daher die bereits zuvor ausgehandelte Kaufoption und konnten den Gaucho mit einem neuen, bis zum Sommer 2023 datierten, Vertrag ausstatten. Betis hat daher aktuell alle Trümpfe in der Hand und würde dem Vernehmen nach erst ab einem Angebot von rund 45 Millionen Euro über einen Weiterverkauf nachdenken. Fraglich aber, ob die Münchner tatsächlich dazu bereit wären, zumal ​Marc Roca, aktuell in Diensten von Espanyol Barcelona, weiterhin die Wunschlösung der Bayern-Bosse sein soll.


Laut dem Boulevardblatt handelt es sich bei Lo Celso also - Stand jetzt - lediglich um einen äußerst prominenten Plan B. Gut möglich aber, dass der Backup bald geladen werden muss, schließlich berichtet die Marca darüber, dass auch eine Verpflichtung von Roca derzeit an einem seidenen Faden hängt. So sollen die Münchener nicht bereit sein, die fixe Ablösesumme von 40 Millionen Euro für den 22-jährigen Iberer auf den Tisch zu legen.


Doch selbst wenn das Pendel des Rekordmeisters am Ende in Richtung Lo Celso ausschlagen sollte, wäre ein Transfer des begehrten Defensivakteurs wohl nur schwer zu realisieren. Angeblich hat sich mit den Tottenham Hotspur nämlich bereits ein finanzkräftiger Klub aus der Premier League in Stellung gebracht. Der Mirror, dessen Berichte zugegebenermaßen mit Vorsicht zu genießen sind, will dabei in Erfahrung gebracht haben, dass die Spurs eine Mega-Angebot in Höhe von 77 Millionen Euro vorbereiten. Bestätigt sich dieses Gerücht, wären die Bayern wohl definitiv aus dem Rennen.

Marc Roca

Auch Marc Roca könnte für die Bayern eine Nummer zu groß sein



Ohnehin stellt sich am Ende des Tages die Frage, wie dringlich die Verpflichtung eines neuen Sechsers für die Bayern tatsächlich wäre. Mit Thiago Alcantara und Javi Martinez befinden sich schließlich bereits zwei sehr starke defensive Mittelfeldspieler im Kader. Auch Joshua Kimmich unterstreicht immer wieder seine Ambitionen auf eine zentralere Rolle. 


Obwohl Cheftrainer Niko Kovac unlängst bestätigte, dass auch ​Renato Sanches dem FCB erhalten bleiben wird, würde den Münchnern weiteres Spielermaterial schlussendlich aber immer gut zu Gesicht stehen. Jeden Preis werden die Bayern dafür aber mit Sicherheit nicht zahlen, zumal für potenzielle Kracher für die Offensive ausreichend Geld zur Verfügung stehen muss.