Der FC Porto macht im Werben um Kevin Trapp ernst: Laut einem Bericht der L'Equipe bietet der portugiesische Spitzenklub sechs Millionen Euro für den 29-jährigen Torhüter, der in der abgelaufenen Saison an ​Eintracht Frankfurt verliehen wurde. SGE-Trainer Adi Hütter bleibt ob der ungewissen Zukunft Trapps gelassen.


​Seit Monaten ist klar, dass die Eintracht den einstigen Kapitän endgültig aus Paris zurückholen möchte. Das Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit beruht auf Gegenseitigkeit, wie Hütter in einer Medienrunde erklärte: "Dass Kevin grundsätzlich wieder gerne zu uns möchte, ist bekannt", wird der Österreicher in der ​Frankfurter Rundschau zitiert. Spekulationen über ein vermeintliches Interesse des FC Porto oder der AS Rom seien nichts Ungewöhnliches, beteiligen wolle er sich daran allerdings nicht.

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Champions League mit dem FC Porto oder erneut Europa League mit Eintracht Frankfurt? Nach einer starken Saison im Dress der SGE bieten sich Kevin Trapp mehrere Optionen.


Wichtiger sei es, einen "​Plan B" in der Hinterhand zu haben. Einerseits könnte Frederik Rönnow nach einem schwierigen ersten Jahr in Frankfurt zur neuen Nummer eins aufsteigen, andererseits sollen sich die Adler laut einem Bericht der portugiesischen Tageszeitung A Bola mit Odysseas Vlachodimos von Benfica Lissabon beschäftigen. "Die Situation für Freddy ist sicher nicht so einfach, aber auch mit ihm gibt es klare Absprachen", sagte Hütter angesprochen auf Rönnow, der im vergangenen Sommer als eigentlicher Nachfolger für Lukas Hradecky von Bröndby IF verpflichtet wurde. Ob er Trapp beerben oder weiterhin die Nummer zwei bleiben würde, ließ er offen: "Jedem Spieler, der da ist, traue ich zu, dass er für Eintracht Frankfurt spielen kann."


Laut L'Equipe befindet sich der FC Porto bei Paris St. Germain in der Pole Position um eine Verpflichtung von Nationaltorhüter Trapp. Berichtet wird über eine Ablösesumme in Höhe von sechs Millionen Euro, ein Knackpunkt seien jedoch die Gehaltsforderungen des 29-Jährigen. So soll Trapp ein Jahresgehalt von 4,8 Millionen Euro fordern - offenbar zu viel für die Verantwortlichen. Sollte der Transfer nicht zustande kommen, wäre eine dauerhafte Rückkehr nach Frankfurt, wo Trapp einem Bericht der ​BILD zufolge etwa drei Millionen Euro verdient haben soll, durchaus vorstellbar.