​Die Premier League will offenbar wieder in der Bundesliga zuschlagen. Hoffenheims Joelinton steht nach Angaben der Bild vor einem Wechsel zu Newcastle United. Für den brasilianischen Angreifer würde die TSG wohl eine neue Rekordsumme kassieren.


Englische Talente gehen nach Deutschland und schaffen in der Bundesliga den Durchbruch - ein weiter anhaltender Trend. Andersherum, kaufen die Inselklubs lieber fertige Spieler aus der deutschen Eliteliga. Jüngstes Beispiel: Sebastien Haller, den es zu West Ham United zog.


Die Hammers bezahlen 50 Millionen Euro Ablöse. Wohlgemerkt der Tabllenzehnte der abgelaufenen Saison auf der Insel. Newcastle United wurde sogar nur 13. in der ​Premier League. Von einer kostspieligen Shoppingtour hält das die Magpies aber offensichtlich nicht ab. Joelinton ist das Objekt der Begierde, das man Steve Bruce wohl als Antrittsgeschenk machen möchte. Der Benitez-Nachfolger wurde am Mittwochvormittag vorgestellt.


Schon im vergangenen Winter bot Newcastle rund 50 Millionen Euro, ​zuletzt galt Wolverhampton als Kandidat, nun seien die Magpies angeblich bereit bis zu 60 Millionen Euro zu zahlen. Zum Vergleich: In der Bundesliga landete der SC Freiburg 2018/19 auf Rang 13. Die Transferausgaben im Breisgau lagen in den letzten vier Jahren bei allen Spielern zusammen bei etwas über 60 Millionen Euro.


Die Premier League ist finanziell eine andere Welt - das ist längst kein Geheimnis mehr. Hoffenheim verliert nach Kerem Demirbay und Nico Schulz den dritten wichtigen Spieler - Nadiem Amiri könnte ebenfalls noch folgen. Der Rekordverkauf ist bislang noch Joelintions Landsmann Firmino, der für 41 Millionen Euro zu Liverpool wechselte. Joelinton wird diesen wohl brechen und der ​TSG weiter ordentlich Geld in die Kassen spülen.


Newcastle dagegen bekommt mit dem 22-Jährigen "eine furchtbare Kante, eine brutale Maschine", wie Ex-Coach Julian Nagelsmann gegenüber der Bild erklärte. Am Mittwoch fehlte Joelinton bereits beim Test gegen Regensburg. Künftig geht die Kante wohl auf der Insel auf Torejagd.