Der Transfer von Malang Sarr zu ​Borussia Mönchengladbach scheint aktuell nicht machbar. Zu hoch sind die Forderungen von Nizza für den Abwehrmann, Max Eberl sprach kürzlich davon, dass die Verhandlungspositionen festgefahren seien. Eine Alternative hingegen wäre vielleicht Benjamin Henrichs.


Bei Sky Sport News HD erklärte Max Eberl am gestrigen Dienstag: "Wir haben bei einem unserer Kandidaten mittlerweile ein wirklich sehr, sehr gutes Gefühl. Wir hoffen, dass wir da auf der Zielgeraden sind oder vielleicht schon ein Stück weiter." Gemeint war damit, da sind sich die Medien inzwischen alle einig, Marcus Thuram. Womit auch klar wäre, dass bei Wunschspieler Nummer zwei, Malang Sarr, gar nichts mehr klar ist.


​Denn dort scheinen die Verhandlungen inzwischen zu stocken. Nizza verlang dem Vernehmen nach 20 Millionen Euro für den Abwehrspieler, was den Verantwortlichen der Borussia zu viel ist. Daher schaue man sich anderweitig um. Nachdem gestern nun Gerüchte aufkamen, wonach Timo Baumgartl angeblich ein Kandidat am Niederrhein sei, haben Insider bereits erklärt, dass Baumgartl wohl tatsächlich am Düsseldorfer Flughafen gesichtet wurde, wohl aber auf dem Weg zur Fortuna war.


Max Eberl aber muss weiterhin nach einem Spieler suchen, der sowohl in der Innenverteidigung als auch auf der linken Abwehrseite spielen kann. Laut Rose soll dies am besten auch gleich ein Linksfuß sein. Ein Spieler, auf den zwar nicht alle, aber doch einige Kriterien angewendet werden können, ist der Ex-Leverkuser Benjamin Henrichs. Der 22-Jährige, der aktuell bei der AS Monaco spielt, kann auf beiden Außenpositionen und auch im Mittelfeld eingesetzt werden.


Zwar ist Henrichs starker Fuß der Rechte, aber bei der vergangenen U21-Europameisterschaft in Italien und San Marino, wo die Elf von Trainer Stefan Kuntz erst im Finale Spanien unterlag, spielte Henrichs vier Spiele über 90 Minuten als linker Verteidiger. Lediglich im Halbfinale war er wegen zu vieler gelber Karten gesperrt, die drei Gruppenduelle und das Finale stand er über die komplette Spielzeit auf dem Platz.

Sascha Horvath,Benjamin Henrichs

Bei der U21-EM stand Henrichs viermal als linker Verteidiger auf dem Feld 


Das Modell, was Bundesligakonkurrent Werder Bremen aktuell mit dem Abwehrspieler veranschlagt, nämlich eine Leihe über zwei Jahre, könnte auch ein Modell sein, welches für die Borussia interessant wäre. Erfolg hatte man mit dieser Idee bereits bei Andreas Christensen. Dort lieh der VfL schon einmal einen Spieler für zwei Jahre aus und hatte vor allem im zweiten Jahr mächtig Spaß am Innenverteidiger.


Bremen will ähnliches mit Henrichs planen. Der Spieler soll zwei Jahre an die Weser kommen. Zu Gute kommt den Grün-Weißen dabei, dass Henrichs erstens nicht mehr wirklich gefragt ist im Fürstentum und zum anderen, dass Monaco einen Kader hat, der die Größe von Borussia Dortmund noch mal um das Doppelte übersteigt. Es wäre also auch eine Chance für Max Eberl dagewesen, um mal zumindest dort anzuklopfen.


Auch wenn Henrichs offenbar nicht direkt ins Anforderungsprofil zu passen scheint, so könnte das Thema einer Leihe ein Gedanke sein, den man weiter verfolgen könnte. Denn wenn man Sarr beispielsweise nicht bekommt, gibt es vielleicht eine Möglichkeit, einen zweiten Andreas Christensen zu finden. Und dann hat man immer noch Zeit, sich für die Zukunft auf der Position zu wappnen und im Hintergrund einen eigenen Spieler entsprechend aufzubauen.