Der FC Bayern unter Druck: Nun hat auch Robert Lewandowski nachgelegt und offen neue, große Transfers gefordert. Die Vorschläge von Trainer Niko Kovac fanden derweil kein offenes Ohr bei den Bossen.


Robert Lewandowski ist nicht bekannt dafür, ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Während der USA-Reise des ​FC Bayern hat sich der Torjäger auf der PK vor dem Testspiel gegen Arsenal ( Donnerstag, 5 Uhr dt. Zeit) zu den stockenden Transferaktivitäten geäußert.


"In den letzten zwei Jahren hat Bayern keine großen Transfers gemacht"


Und seine Aussage ist als klarer Appell an die Vereinsführung zu verstehen: "Ich muss ehrlich sagen, dass es momentan nicht optimal ist, dass wir so wenig Profispieler im Kader haben. Das weiß jeder", erklärte der Pole. Es brauche weitere Transfers, "sonst wird es schwierig, um große Titel zu spielen", meinte Lewandwoski weiter. Ganz tief blicken ließ vor allem eine Äußerung: "In den letzten zwei Jahren hat Bayern keine großen Transfers gemacht."


Damit greift Lewandowski in gewisser Art die Strategie der Bosse auf dem Transfermarkt an. Für ihn ist offenbar auch etwa ein Lucas Hernandez, der als neuer Rekordtransfer für 80 Millionen Euro nach München kam, kein großer Transfer. Ähnlich sieht es nach Dafürhalten von Lewandowski auch bei Goretzka, Tolisso, Pavard, Süle und Co. aus - sie alle kamen in den letzten beiden Jahren nach München.


"Wenn du daran denken willst, alle Titel zu gewinnen, brauchst du Verstärkungen", forderte er. Seine Zukunft sieht er dennoch weiter beim FC Bayern. Er wisse zwar nicht, wie lange es dauert, aber die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung seien fortgeschritten.


Kovac-Wünsche abgelehnt


Was Lewandowski zu den Vorschlägen seines Trainers sagen würde, ist nicht überliefert. Der soll laut Sportbild den Bossen Mario Mandzukic und Ivan Perisic vorgeschlagen haben. Zwei erfahrene Spieler, die zumindest sofort helfen könnten.


Dazu habe Kovac offenbar auch an die beiden Gladbacher Denis Zakaria und Florian Neuhaus gedacht. Das Duo fällt definitiv nicht in die Kategorie "großer Transfer". Kovac sehe vielmehr enormes Potenzial in den beiden 22-Jährigen und habe darauf gehofft, sie in München zur Weltklasse entwickeln zu können.


Seine Chefs haben wohl reserviert reagiert. ​Der Spanier Marc Roca gilt als Favorit auf die Position im zentralen Mittelfeld. Mit dem Spieler soll man sich sogar bereits einig sein. Der 22-Jährige könnte dank Ausstiegsklausel für 40 Millionen Euro kommen. Vor allem da Renato Sanchez weiter auf seinen Abgang hofft, könnte diese Personalie akut werden.


Mehr als akut ist weiterhin der gesuchte Flügelstürmer. Gerade hier dürfte Lewandowski auf einen großen Transfer hoffen. Während Sky von einer endgültigen Absage von Leroy Sané berichtete, erklärte Karl-Heinz Rummenigge, dass weiter alles möglich sei.


Fest steht, der Druck wächst von allen Seiten. Lewandowski war beileibe nicht der erste Spieler aus der Mannschaft, der Verstärkungen fordert.