Es kommt immer mehr in Mode, sich als wechselwilliger Spieler zu einem neuen Klub zu "streiken", wenn man seinen alten Arbeitgeber unbedingt verlassen möchte. Neuestes Beispiel ist Marvelous Nakamba, der mit dem ​1. FC Köln in Verbindung gebracht wird und deshalb dem FC Brügge den Rücken kehren will.


Ousmane Dembele machte einst den Anfang bei Borussia Dortmund. Inzwischen kann man den jungen Franzosen stilbegründend und inspirierend für eine ganze Reihe von Fußballern sehen. Denn immer mehr Profis tun es dem Youngster gleich und streiken einfach, wenn sie keinen Bock mehr auf ihren eigentlichen Arbeitgeber haben. Jüngst war ein solches Unterfangen bei Antoine Griezmann und dem FC Barcelona bzw. Altetico Madrid erfolgreich.

Mit Marvelous Nakamba gibt es nun einen weiteren Akteur, der sein großes Vorbild offenbar im ehemaligen Dortmunder sieht. Denn der 25-jährige defensive Mittelfeldspieler war bis vor kurzem noch mit seinem Heimatland Simbabwe im Afrika Cup, schied dort aber nach nur einem Punkt in der Gruppenphase frühzeitig aus. Daher konnte Nakamba ebenso frühzeitig seinen Sommerurlaub antreten und sich erholen.

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Marvelous Nakamba (m.) hätte heute das Training in Brügge aufnehmen sollen, erschien aber nicht


Danach sollte es zum FC Brügge zurückgehen, doch der Sechser hat inzwischen andere Pläne. Denn das Interesse von anderen europäischen Klubs hat bei ihm ein Umdenken eingesetzt. Nachdem bereits Premier-League-Aufsteiger Aston Villa angeblich ein Angebot in Höhe von zehn Millionen Euro abgegeben hat, welches von den Belgiern abgelehnt wurde, ist Nakamba einfach nicht zum Training beim aktuellen Vizemeister erschienen, wie die belgische Zeitung Le Soir berichtet.


Dabei ist Aston Villa gar nicht Nakambas erstes Ziel, denn wie die Bild berichtet, ​soll er sich vielmehr zum 1. FC Köln hingezogen fühlen. Die Domstädter sind noch auf der Suche nach einigen Bausteinen, unter anderem einem defensivem Mittelfeldspieler. Diese Rolle soll Nakamba beim Effzeh einnehmen, wenn es nach den Verantwortlichen geht. Angeblich will Brügge sieben Millionen Euro für den Zentrumsspieler. Was wiederum Fragen aufwirft, wieso man ein Angebot über zehn Millionen Euro ablehnt, auf der anderen aber nur sieben fordert.


Nakamba jedenfalls soll Transferziel Nummer eins am Rhein sein und der Spieler selbst ist willig, zu den Geißböcken zu wechseln. Ob das Ganze jedoch geräuschlos über die Bühne geht oder ob sich hier gleich die nächste Wechselposse anbahnt, bleibt abzuwarten. Zum heutigen Training, wo Nakamba hätte anwesend sein sollen, erschien er nicht. In diesem Falle wären die Kölner in jedem Fall der Nutznießer.