​In diesem Jahr ist der ​SV Werder Bremen sehr dünn aufgestellt, was den Transfermarkt angeht. Mit Ausgaben von zehn Millionen Euro und keinen weiteren Einnahmen auf der anderen Seite, hat man bereits jegliches Budget ausgeschöpft. Zudem will man keine weiteren Stars verkaufen, somit gibt es nicht viele weiteren Transfer-Szenarien. Wir zeigen euch trotzdem, was für Werder weiter möglich ist, oder eben auch nicht.


Der Traum-Transfer

Michael Gregoritsch

​Seit dem Abgang von Kapitän Max Kruse wollte man sich noch für die Offensive verstärken. Dabei war allen voran der Name Michael Gregoritsch lange im Gespräch, der Österreicher hätte den ​FC Augsburg verlassen können. Allerdings verlangten die Fuggerstädter ganze zehn Millionen Euro für den 25-Jährigen. Lange versuchte Werder die Ablöse herunter zu handeln, doch der FCA blieb stets stur.


Gregoritsch würde nicht nur wegen seiner Spielweise zu Werder passen, Leistungsträger Kruse könnte er auch quasi Eins zu Eins ersetzen. Doch nachdem bereits die ​Medien über eine Einigung berichten, ist der Österreicher in Bremen nun endgültig abgehakt. Das Budget reicht einfach nicht aus und Gregoritsch wird weiter nur ein Traum bleiben. Allerdings kam man sich zumindest einmal näher, was für die Zukunft die Weichen stellen könnte.


Der realistische Transfer

Johannes Geis

Ohne Geld lässt sich auf dem Transfermarkt kaum etwas unternehmen, das ist natürlich klar. Für Werder bedeutet das eine eingeschränkte Handlungsfreiheit, trotzdem ist vielleicht noch eine Überraschung möglich. ​Wenn man einmal sämtliche Möglichkeiten durch geht, ist es durchaus denkbar, dass Werder einen noch vertragslosen Akteur verpflichtet. Da man sich vor allem im defensiven Mittelfeld verstärken will, kommt ein Kandidat besonders in Frage.


Johannes Geis ist in der ​Bundesliga kein Unbekannter mehr. Ganze 121 Partien absolvierte er im deutschen Oberhaus bereits für ​Schalke 04 und den ​1. FSV Mainz 05. Nach einem Engagement beim ​1. FC Köln wurde er allerdings aussortiert, seitdem ist er auf Vereinssuche. Doch bei Werder könnte er durchaus zu alter Stärke finden und das defensive Zentrum entlasten. Undenkbar wäre zumindest ein befristeter Vertrag nicht, Geis und Bremen wurden bisher allerdings noch in keinem Verhältnis zusammen erwähnt.


Der Überraschungs-Transfer

Vangelis Pavlidis,Rasmus Kristensen

Neben Gregoritsch waren auch weitere Namen lange beim SVW im Gespräch. Spieler wie Tomáš Souček oder Marko Grujić blieben allerdings bei ihren alten Vereinen, somit musste sich der SV weiter umschauen. Denkbar wäre es natürlich stets immer, einen Akteur auszuleihen, um sich zwar kurzfristig zu verstärken, aber trotzdem hohe Ausgaben zu vermeiden.


So ist zum Beispiel ein Profi, der sich bei seinem Stammverein nur sporadisch durchsetzen kann, der Däne Rasmus Kristensen. Dieser steht bei Ajax Amsterdam unter Vertrag und bekleidet die rechte Verteidigungs-Position - genau die, auf der sich Werder noch einen Back-Up vorstellen kann. Denn der bereits 32-jährige Theodor Gebre Selassie wird auf Dauer ersetzt werden müssen, Kristensen könnte sich immer mal wieder zeigen. In der niederländischen Eredivisie kam er zuletzt nur zwölf Mal zum Zug, da Ajax öfter Spieler verleiht, wäre ein Transfer sogar denkbar.